Lunt-Tage-Buch
30.Mai

Morgen in einer Woche gibts Friss oder Stirb Picknick im Prater! Ein luntistisches Event, dass mir endlich zu 100 Prozent zusagt. Essen, Wiese, Natur, Freunde (Juno kommt vielleicht auch!), usw. Falls jemand noch nicht weiß, wie , was und wo, hier nochmal die Infos:
Donnerstag 7.Juni ab 15.00 auf der Friss oder Stirb Wiese.
Und so kommt ihr hin: Durch die Hundezone (dort kann man ruhig kurz verweilen und die gute Luft genießen) auf die Hauptallee und stadtauswärts marschieren. Da werdet ihr bald von rechts eine grässliche Brise Chlor gemischt mit Sonnencreme und Schweiß vernehmen, einfach schnell weiter zur nächsten Geruchsbelästigung, der Autobahn. Aber auch die darf man schnell hinter sich lassen. Unter der Brücke durch und sobald der Abgasgestank verflogen ist werdet ihr schon links von euch einen Fisch in den Bäumen finden. Das ist die geheime Markierung des Weges, der zu uns führt. Alle Faulen könnten natürlich auch mit dem Bus 77A bis zum Lusthaus fahren.
Und das ist das Event: Friss oder Stirb im Park
Bis dann! Lunt
29.Mai
Ob man Brocken lachen, exkorporieren, “den Porzelangott anbeten”, speiben, rückwärts essen, reihern, Speiseröhrenorgansmus, Materialhusten, das Gsicht ausräumen, oral entschlacken, papsten, über die Zunge scheißen oder übergeben sagt, sobald man sich das bildlich vorstellt ist soundso alles etwas ung’schmackig, aber seit wann versuche ich denn hier schon schön zu schreiben, ich wollte mich ja eigentlich über meinen Mageninhalt auslassen. Jedenfalls musste ich eben jenes gerade machen, wurde dadurch um ein Kilo leichter und mein Wortschatz an speib-Wörtern umso größer. Schade allerdings um das gute Rind das jetzt zum zweiten Mal durch die Speiseröhre ging. Eigentlich aber passend, dass es mir zumindest bei einem Wiederkäuer passiert ist. Weiß das Wiederkäuerfleisch zumindest was es normalerweise seiner eigenen Nahrung antut. So und für zumindest heute merk ich mir: Fleisch drei Mal kauen, Knochen nicht in großen Stücken schlucken. Lunt
28.Mai
Was für ein luntistisches Wochenende! Nach meinem Kurzurlaub von Freitag bis Sonntag, gings weiter mit Arbeit Arbeit Arbeit. Wofür hat man denn Feiertage! Sonntags wurde gefärbt und gemalt. Montags der Tag mit einem wundervollen Spaziergang begonnen. Für mich war dieser rein vergnüglich. Durch den Prater zu unserer Wiese. Die Friss oder Stirb location steht fest und wird noch die nächsten Tage ausgerufen. Nächsten Donnerstag schon werden sich alle möglichen Lebewesen aus dem Wasser bewegen um sich dort zu versammeln. Nach Stunden im Grünen haben wir uns dann wieder drinnen verbarrikadiert und weiter gewalzt und gedruckt. zum krönenden Abschluss dann noch Stelze genascht. Fotos gibts bald. Angreifen und riechen auch. Lunt
21.Mai
Da sind wir grade so brav und fleißig zur Zeit, dass ich gar nicht zum Schreiben komme. Ständiges hin und her, von einem Ort zum nächsten. Aber dann sind die Mädls so schön ausgeglichen, wenn sie ordentlich reinarbeiten. Nächstes Wochenende heißt es Luntika verschönern. Oder zumindest das ist das Ziel. Viel besser aber noch. Mittwochs gibt es LuntistenSteakFressen!! Wies geschmeckt hat schreib ich dann vermutlich bald. Bis dahin können vermutlich bald Fische in den Unmengen meines Sabbers überleben, so sehr freue ich mich darauf! und jetzt kann ich auch über nichts anderes mehr schreiben oder nachdenken. Mein Hirn schreit Steak Steak Steak Steak Steak Steak Steak Steak … Lunt
19.Mai
Es wird wieder einmal gesäubert und geputzt in der Luntika. Nur kann man hier keine halbe Stunde sein, ohne Lust auf Malen zu bekommen, mit 1000 neuen Ideen und zu wenig Zeit Listen zu schreiben und ohne ziemlich dringend aufs Klo zu müssen. heute müssen wir uns aber wieder bald hier wegbewegen. Es sollten noch 70 Flyer gedruckt werden, die zwei Motive dazu fehlen auch noch. Hätte man morgens nicht so viel Zeit mit CantucciniTorte essen und Naschmarkt-Flohmarkt plündern verbracht, würde man vielleicht gerade noch genug Zeit haben ein paar Pinsel über die Leinen zu ziehen. So nicht. Wir haben noch viel vor heute!
Lunt
Der Tag war, abgesehen von meinem rosa Verband, aber dann doch ganz gut. Stunden in der Hundezone währen die anderen Luntisten davor sitzend Ideenspinnung praktizierten. Von Fratzen, Farben und Gebilden für die Luntika Fassade über den neuen geheimen Friss oder Stirb – Plan haben sie gestikuliert und dabei eifrig in die rote Fibel geschmiert. Fressen und Farben klingen gut, da freut man sich schon auf die nächsten Wochen! Lunt
6.Mai
Der Rest der Luntisten urlaubt zur Zeit in Prag. Heute Abend ist allerdings schon wieder Heimreise angesagt. Ein sehr kurzer Urlaub also. Aber außer das Electronic Beats Festival, etwas shoppen und gut essen stand auch nicht viel auf ihrem Programm. Aber soweit mir schon berichtet wurde hat es ihnen bisher ausgezeichnet gefallen. Kann ja auch gar nicht anders sein wenn die Unterkunft “Clown and bart” heißt!
Ich genieße hier in der Zwischenzeit Regen und kühlen Wind im Elternhaus in Brunn. Endlich ein kühles Wochenende wieder. Neben entspannen habe ich mich wieder meinem Zweithobby gewidmet und trainiere fleißig meine Diebeskünste. Gestohlen wird Essen. Natürlich. Und danach kann man sich noch amüsieren, wenn sich die Opfer ärgern, weil sie schon wieder um ein Stückchen Fleisch ärmer sind. Köstlich in allen Hinsichten. Lunt
4.Mai
Heute standen wir vor der Kamera. Astrid und Franka zumindest. Die Angewandte hat sein über einem Jahr nämlich ein neues großes Fotostudio mit allem drum und dran. Die Mädls sollen in Trüffelschweine verwandelt werden. Leider nur im Photoshop, somit ist keine Schweindsnase für mich abgefallen. Sehr schade. Lunt
2.Mai
Die Tage sind nun schon fast heiß und lang, heute aber trotzdem ganz gut. Nach unserem Arbeitstag sind wir durch den Stadtpark spaziert und auf der Angewandten einen Burger zu schnabulieren. Leider gabs keine echten Burger mehr sondern nur noch etwas trockene Veggieburger. Aber die Stimmung war gut und Franka und ich haben noch einige Reste der Fleischburger von besonders netten Gästen bekommen. So Sommerabende sind schon etwas sehr sehr feines.
Lunt
30.April
Ich genieße heute saftiges gutes halb rohes Rindfleisch. Franka auch. Meine Portion ist auch fast so groß wie ihre, aber hat dazu noch einen akzeptabel großen Knochen. Es gibt eigentlich nur eine perfekte Art einen Rinderknochen zu genießen finde ich. Man legt den Knochen schräg auf eine Pfote und drückt ihn mit der anderen so hinunter, dass das möglichst viel Gewicht darauf liegt. Dann beginnt man die perfekte Position für den ersten Biss zu suchen. Die Zähne suchen sozusagen die perfekte Stelle um sich durch die äußerste Schicht zu bohren und ins Knochenmark vorzustoßen. Der Durchbruch ist einer der kleinen Höhepunkte im Höhepunkt des Knochen-Fressens. ich stelle mir vor es ist ein ähnlich intensives Gefühl wie beim Zahnarzt. Eben aber positiv natürlich. Auch das Geräusch ist fast ähnlich. Das Mahlen der Zähne am Knochen kündigt schon an, dass man gleich in einen weicheren schmackhaften Teil dringt. Auch exzellent sind natürlich die Gelenke. Bei Hühnerknochen eben die Knorpel, die isst mir Franka allerdings häufig weg und freut sich wenn es ein bisschen kracht beim Kauen. Zu blöd das die Mädls nur so kleine Zähnchen haben, ihnen würde so ein fetter guter Rinderknochen sicher auch schmecken! Lunt
26.April
Wie Donnerstags so üblich waren wir auch heute wieder Essen. Diesmal hat Franka das Nam Nam in der Webgasse vorgeschlagen und ich gestehe flüsternd: “Indisches Essen einmal sehr gut!“. Vor allem der Gastgarten war äußerst sympathisch: ein stink normaler Innenhof in dem man einen kleinen Teil abtrennte und mit Drähten zeltartig überdachte. An den Drähten ranken sich ein paar jetzt noch zierliche Weinreben entlang und vereinzelt lampionartige Lampen. Ich empfehle das Lokal vor allem/ nur bei Gastgartenwetter! Lunt
20.April
Den 20ten jedes Monats mag ich immer. Das ist nämlich jener Tag, an dem das Geschwindigkeitslimit von unserem Internet wieder aufgehoben wird. Von da an kann man wieder etwa die nächsten vierzehn Tage unbeschränkt viel surfen nur um dann am Tag 15 wieder das Downloadlimit zu überschreiten. Ist das Downloadlimit überschritten wird die Wohnung wieder gesäubert, ein Roman verdrückt, durch den Prater spaziert, gekocht, gemalt und gewerkt. All das funktioniert natürlich nicht wenn man dem Zwang unterliegt abends (selbst wenn man erst nach Mitternacht nach Hause kommt und weiß, dass das Aufstehen in der Früh und das pünktliche Ankommen in der Arbeit dadurch keineswegs leichter wird) noch zumindest bei einem Film zu entspannen. Unser Internet und die damit verbundenen Gewohnheiten interessiert mich natürlich kaum. Lustig und etwas traurig ist es natürlich schon anzusehen, wie diese Entspannungssucht meiner Mitbewohnerin, zeitraubend und überhaupt nicht im Endeffekt überhaupt nicht entspannend, unser Leben beeinflusst. Ich sozusagen Opfer fremder Süchte. Mittlerweile habe ich auch vergessen was ich eigentlich schreiben wollte und warum ich mich anfangs positiv zur Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung geäußert habe. Auch habe ich jetzt schon genügend Worte damit verschwendet über das Internet usw. zu reden. Somit beende ich meinen heutigen Eintag und widme mich wieder dem Verdauen eines etwas schwer im fleischgewöhnten Magen liegenden Stück Pizzas. Lunt
19.April
Heute im Wratschko in der Neustiftgasse gespeist. Sehr nette Stimmung und ich glaube fast, dass das Beuschl auch gut geschmeckt hätte, wäre der Hunger nicht nach eineinhalb Stunden warten schon sehr groß und verärgert gewesen. Nächstes Mal werde ich mit gefülltem Bauch in dieses Lokal spazieren und schon beim Eintreten Fleischleibchen bestellen, die sollen nämlich dort so vorzüglich sein. ich hab schon wieder Hunger, Mahlzeit Lunt
14.April
Man kommt nicht weg vom Lammthema. Wenn ich nicht bald Lamm zu kosten bekomme dann drehe ich durch. So, das wollte ich nur gesagt haben! Lunt
9.April

Ernsthaft, ich verstehe das nicht. Wie kann man sich über eine Lammattrappe freuen? Da hat man schon ein wunderbar zubereitetes Osterlamm im Kopf und steht man dann vorm Ostertisch, wird einem ein Lamm aus Teig serviert. Daneben stehen noch Hasen aus Marzipan und kitschige bunte Miniatureier aus Zuckerguss. Widerlich.
4.April
Wir sind wieder gesund. Gesünder zumindest. Also ich sowieso top. Heute war Fitsy da. Wir haben ihr endlich unser Geburtstagsgeschenk überreicht. Viel zu spät, aber dennoch. Glauben sie hat sich gefreut. Danach noch bis in die Nacht geplaudert. Sehr schön wars!
6.April
Seit Wochen gehen wir Mittags jeden Tag den gleichen Weg. Vorbei am Salon Wichtig, in dem jeden Tag ein anderes Curry auf der Karte steht, das exakt gleich riecht und schmeckt wie das vorherige, die Straße entlang und dann nur noch quer über den Karlsplatz, der mittlerweile schon vormittags voller Leute ist, die sich die Sonne auf ihre weißen Nasen und Fingerspitzen scheinen lassen. Dann kommen wir in einem kleinen Garten, der Hundezone an, womit ich zum eigentlichen Punkt komme. Täglich sieht man dort einen neuen verrückten Hund. Stadthunde sind tatsächlich sehr anders. Natürlich, wir leben auch in der Stadt, aber und darüber kann man sich glaub ich auch mit richtigen Städtern einig sein, jemand der nur zugezogen ist und davor am Land gewohnt hat wird wohl nie ein echtes Stadttier. Zum Glück. Lunt
1.April
… und wir haben nichts zu Lachen. Die Mädls wickeln sich noch immer in ihre Bettdecken ein. Außerdem regnets und windets, was in Kombination mit Frankas Erkrankung meine Spazierzeit noch einmal verkürzt. Lunt
31.März
Nun sind schon zwei Drittel der Luntisten schwer krank und liegen schnupfen und keuchend und fiebernd in ihren Betten. Nur ich bin noch top fit. Bewegen kann ich mich trotzdem kaum. Wir haben die Wohnung heute für ganze 45 Minuten, morgens und abends, zum Spazieren verlassen. Das frustriert. Aber was soll man tun wenn sich die andren so elend im Bett zusammen rollen. Lunt
30.März
Nach der Arbeit heimgeeilt. Heute ist Bastelabend. Philippa kam zu Franka und mir auf Besuch und dann wurden die kitschigsten schönsten Blumengestecke fürs Haar geschnitten und geklebt. Ich habe nicht mitgemacht und sie nur ab und an geärgert indem ich ihnen zum Beispiel heimlich die Klebepistole abgesteckt habe. Sie haben sich gerächt und haben mich auf eine Feier bei Conny geschleppt, mit ihren Blumen in den Haaren. Naja. Lunt
27.März
Salonbeuschel mit Semmelknödel und gegrillte Leber mit Kartoffelpüree. Beides sehr sehr schmackhaft. Und das beim Wirten gleich nebenan.
20.März
Felicitas hat heute Geburtstag! Feiern tut sie abends mit Strauss und der Frau ohne Schatten in der Staatsoper. Wir haben frei und sind auf Kaffeehaus-Tour.
Alles gute Felicitas jedenfalls. Aber das sag ich dir später auch noch persönlich! Lunt
17.März
PubBesuch um 5 Uhr Nachmittags ist einfach nicht tolerierbar. Danach im Türkenschanzpark speisen schon eher. Der Tafelspitz günstig und durchaus schmackhaft. Interessant wie an einem St.Patricksday plötzlich alle Menschen aus ihren Gemäuern hüpfen und sich bis spät in der Nacht auf den Straßen tummeln. Oder es liegt am guten Wetter. Lunt
15.März
Fitsy ist grad bei dem besten Wetter überhaupt schifahrn und wir versuchen auch so viel Sonne wie möglich zu ergattern. Sonne und Düfte. Die Weiber pissen grad wie verrückt bei jedem Schritt hat man das Gefühl. Der Frühling macht wohl jeden wuschig. Heute jedenfalls noch im ZweitBester gespeist. Sehr fein. Angenehme Atmosphäre. Akzeptable Preise. So wie es sein sollte. Ich empfehle. Lunt
9.März
Ja auch ich schlafe manchmal gerne lang und nachdem wir heute erst um vier Uhr morgens heimgekommen sind, hatte ich auch kein Problem damit erst um 12.00 den Körper aus dem Deckenmeer zu heben. Allgemein ein toller Tag heute.
Soweit zumindest. Nach einem Ramsch-Shopping-Nachmittag Stunden im Prater verbracht. Mit einer wahren Schönheit. Sie hat mich mehrmals stürmisch liebkostend in den Nacken gebissen. Ich habe ihren weiblichen betörenden Duft in mich gezogen und in meiner Geruchsammlung ganz vorne gespeichert. Für alle die es nicht wissen: das funktioniert so, wenn man es ganz genau machen will: Man schleckt den Urin der Lady auf, hat ihn dann also auf der Zunge. Wenn der Urin nicht mehr frisch ist (nicht mehr ganz so flüssig) muss man es selbst etwas anfeuchten. Allgemein kann man den Geruch durch eingenen Speichelschaum verstärken. (wenn ihr dabei komische Geräusche gebt dann macht euch keinen Stress, das ist ganz normal, klingt etwas schmatzend und man sieht dabei so aus als hätte man Zähneklappern in Zeitlupe). So wir haben jetzt also die Düfte auf der Zunge und drücken sie nun durch den Gaumen zum sogenannten Jacobson Organ. Und tadaaaa Düfter sind an der Nasenschleimwand und perfekt gespeichert. Ich habe gehört, so manch ein Menschenwesen versucht sich darin zum Beispiel beim Weinverkosten. Fragt sich nur ob ein Mensch auch ein Jacobson Organ hat? Lunt
1.März
Während andere fressen, saufen und feiern, genieße ich ein Wochenende mit Sport und frischer Luft. Ja ICH tue etwas für meinen Körper! Das Wetter motiviert einfach doch sehr und die duftenden Weiber auch! Ich liebe Frühlingshormone! Lunt
21.Februar
Jetzt hat es bald ein Ende und ich muss sagen, es reicht mir auch schön langsam!
Die Wohnung ist übersät mit Haaren die nicht meine sind. Nicht einmal echte Haare sonderen Teile der vielen Perücken, die in den letzten Tagen für Bärte, Schamhaar und anderes missbraucht. Dazwischen, darüber und darunter Watte, Strumpfhosen, Blut und Kunstblut, Drahtgebilde, Federn, Haarspangen, Sprays und so weiter. Heute jedenfalls das letzte Mal. Meine zwei Favoriten: Hausmeister Franz (Aufgrund seines großen Bauches, der mich an Ingo und gutes fleischiges Essen erinnert. Und weil Felicitas einfach so perfekt in diese Rolle schlüpft!) und der Biomüll (weil Franka unter Schichten Dreck immernoch wie Franka aussieht, und wunderbar nach Ei und Knochen riecht). Außerdem ist noch anzumerken dass sich die beiden wirklich wohl in diesen Rollen fühlen. Ich verstehs!

Lunt
9.Februar
Heute gleich zweimal geschmaust.
Einmal im Ubl im 5ten Bezirk. Meine kurze Kritik: Das Essen mittelmäßig. Nicht allzu besonders. Der Tafelspitz in DillKartoffel war schmackhaft, das Pariserschnitzel dafür eher trocken und auch die Beilagen nicht erwähnenswert. Das Lokal hat allerdings definitiv eine interessante Atmosphäre.
Später abends dann im Kontrapunkt. Sehr zu empfehlen für ein romantisches Essen zu zweit. Man bekommt ein 4-8 Gänge Überraschungs-Menü. Anfangs kann man noch von einer Liste an Zutaten die Sachen streichen, die einem nicht munden. Danach kommen in angenehmen Abständen die Gänge. Eher kleinere Portionen. Dezent experimenteller Umgang mit den Zutaten. Sobald man satt ist, oder einem das Geld ausgeht (man zahlt zwischen 20 und 60 Euro, je nach Ganganzahl), gibt man dem freundlichen Personal einfach Bescheid. Auch das Weinsortiment ist gut. Ich treue mich dieses Restaurant an euch zu empfehlen.
Danach nach einem schnellen Absacker einen schönen Heimspaziergang auf kalten nassen Salzstraßen gemacht. Heute allerdings mit Schuhe! Lunt
8.Februar
Wer hasst Wien im Winter eigentlich nicht. Mal abgesehen davon dass wir Europas größtes Salzlager haben, und somit schon fast gezwungen sind das Salz auf den Straßen zu verstreuen. Müssen wir es denn auch auf den Gehsteigen sammeln und schichten. Die Muster die mit der Salz-Wasser-Gatsch-Dreck-Mischung auf den Gehsteigen gezeichnet werden und am Rand durch Salzkristalllandschaften gesäumt werden sind ja nicht und schön, allerdings die Schmerzen. Das könnt Ihr euch alle nicht vorstellen. Was glaubt ihr wie weh das euren Schuhen tut. Das spürt sogar das Schwein dessen Haut für die Schuhe herhalten mussten! Jedes mal wenn ihr Salz auf eure Gehsteige schleudert sollt ihr all die quiekenden Lederschuhe hören. Nein ich wünschte ich könnte allen Saltzstreumonstern ihre Schuhe stehlen (man könnte ja sogar sagen vor ihren grausamen Besitzern retten) so dass sie selbst mit hochroten einskalten Füßen auf ihren Salzgehsteigfoltermaschienen laufen müssen! Alles widerlich! Faulen Wiener Säcke! Die Schmuckfarbe der heutigen Illustration ist übrigens echtes Blut. Nur um die Qualen noch ein bisschen mehr zu verdeutlichen.
Lunt
5.Februar
Zur Zeit sitzen wir im fox house in der Westbahnstraße und frieren ein bisschen. Die Weiber zumindest.
Aber ein wenig zurück in der Zeit. Donnerstag unser grand opening: Friss oder Stirb die Vernissage. Hier ein kurzer Rückblick: 7.30 Großeinkauf. Wir brauchen Gin, Wasser, Wein und Unmengen an Würschtel und Kren. Einladen ausladen umladen. …. 18.30 Schilder aufkleben, Musik andrehen, Wasser erhitzen, Stress, Stress, Papier von den Schaufenstern, noch 5 Minuten, verkleiden, schminken, Würstl ins Wasser, Mädls hinter die Bar,… Und los gehts. 18.58 die ersten Gäste spazieren herein.
Gute Musik, erfrischendes Desperados, die Räume füllen sich langsam, es wird etwas wärmer, Künstler machen Führungen, “was ist Friss oder stirb? fragen uns manche, gute Stimmung, super Gäste, geschätzte 200 Leute. Am Schluss so gegen 2 Uhr dann nurnoch ein kleiner runder harter Kern von 15 Leuten. Lukas sorgt noch für die richtige Musik und ordentlich Stimmung am Schluss. Fein so soll es sein. Ein einziger Kritikpunkt an unsere Besucher. Mir sind mindestens acht Leute auf die Zehen gestiegen. Einmal wurde ich mit Desperados übergossen und das muss ich schon sagen: Leute so behandelt man einen Gastgeber nicht! Weiters kann und soll man ruhig den Gastgeber ein bisschen verwöhnen. Würste darf man ruhig mit ihm teilen!
Lunt
1.Februar
Bei soviel unterwegs sein, aufbaun und hängen kommt man zu gar nichts! Auch nicht zum Tagebuch schreiben. Aber noch schlimmer: Man kommt auch nicht zu genügend Schlaf. Nichtmal ich, obwohl ich so ziemlich überall schlafen kann.
Und jetzt etwas positiv motivierter: MORGEN HABEN WIR FRISS ODER STIRB AUSSTELLUNG!
Ich hänge auch mit einer Arbeit! Das nicht schlafen zahlt sich wirklich aus denn die Ausstellung wächst und wächst und wir immer immer schöner! Bis morgen!!! Lunt
22.Jannuar
Friss oder Stirb treff im Prückl. Wir planen und planen. Einige hervorragende Ideen sind zustande gekommen heute. Jetzt müssen wir sei nur alle umsetzen. Und das sehr schnell. Aber wir (alle außer mir, ich bin der ruhige Kritiker, der Beobachter) sind ja fleissige Arbeiter. Ne Woche haben wir ja noch Zeit. Mindestens.
Lunt
19.Jannuar

Zu allererst nach einem langen Arbeitstag wieder das Traditions-Donnerstag-WirProbierenWasNeues-Essen. Dieses Mal war der Futtertrupp im Winklers in der Posthorngasse im 3. Wiener Gemeindebezirk.
Meine Lokalkritik: fünf von sechs Knochen, unbedingt besuchen!
Sehr gemütlich, freundlich, schmackhaft, eher leger fast familiär und tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Öffentlich vermutlich nicht ideal zu erreichen, aber von Wien Mitte/Landstraße ist es ein kurzer netter Spaziergang und der schadet ja auch nicht. Zurück zum Lokal: Wie gesagt sehr nettes Ambiente und freundliche Stimmung. Man fühlt sich beim Eintreten sofort wohl. Die Küche auch vorzüglich. Eher kleine Auswahl an Speisen, wobei für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Ich habe die Kalbsbutterschnitzl gegessen. Eine schöne Portion, eher sanft gewürzt und trotzdem schmackhaft. Das Paprikahendl mit alt bewährten Nockerl hab ich auch gekostet. Empfehlenswert.
Mit gefülltem Bauch gings dann noch zu Felicitas und Claus. Im heißesten Scheinwerferlicht mussten wir noch ein paar Pressefotos aufnehmen. Zum Glück laufen die Mädls immer top gekleidet, bunt geschminkt und mit Federn im Haar herum und so mussten sie nur kurz die BHs zurecht rücken und Socken anziehen. Frauen… Danke jedenfalls an Claus hier, der geduldigst so schöne Fotos von uns luntistischen Wesen zustande gebracht hat!
Lunt
16.Jannuar
Heute nach der Arbeit waren wir im 365 Foxhouse. Fast so schön wie unsere Luntika! Aber schon fast ein bisschen viel Luxus. Jedenfalls herrscht im Foxhouse-Büro reges Schaffen. Bis zur Eröffnung im März ist nicht mehr viel Zeit. Wir dürfen aber schon vorab die Räumlichkeiten für unser Friss oder Stirb” – Spektakel nützen. Am 2.2.!
15.Jannuar
Horrorfilmabend bei David. Mit rotem Essen, Bloody Marrys und Unterhosentorte. Sehr gruselig wars aber nicht, aber ne Runde bei nettem Wehrwolfgeheul dösen kann auch nicht schaden. Der heimweg war dafür kalt und lang. Lunt
14.Jannuar
7.Jannuar
Heute ein Spaziergang. Mit den Rothaug Mädls. Franka konnte wohl nicht mehr anders und versucht nun es meiner Schönheit gleichzutun. Sie hat sich ein Plüschdouble von mir besorgt. Ich würde sagen wir hier wird jemand immer schrulliger. Aber so lange sie nicht versucht mich zu kleiden, vielleicht auch noch in ihrem Stil, ist alles gut, oder mir zumindest ziemlich egal. Abends warn wir dann noch im Prater und beim Hansy Wirt. Ein Geburtstagsessen. Franka hatte Tafelspitz von dem man nicht satt wurde und dazu eine sehr nach Ei schmeckende Schnittlauchsoße. Alles in allem hat es aber trotzdem gemundet und die Kellner waren auch wie sichs gehört wienerisch unfreundlich. Bestellen mit Vorsicht und eher keinen aufwendigen Kaiserschmarren.
Lunt
2.Jannuar 2012!
So ein neues Jahr hat begonnen. Ich in Brunn. Felicitas in Wien. Franka in London, nein eigentlich irgendwo in England. Frankas Programm fand ich dabei am interessantesten. Während ich mich in Brunn vor eine tobenden Bande Jugendlicher und Unmengen an Feuerwerk gedrückt habe, war sie auf eine Jungle Party. Verkleidet als Baum zwischen Affen, Raubkatzen, Elefanten, Giraffen und Jägern. Klingt spannend.
Hoff ihr hat niemand ans Bein gepisst.
31.Dezember
Sie sagen ich habe das Jahr nicht als Jungfrau verlassen. Bis vor ein paar Stunden war ich es noch – sagen sie. Kein echter Mann also. Jetzt bin ich ruhig und gelassen. Fühl mich als hätt ich all diesen Stress, diesen Drang einfach aus mir hinausgeschleudert. Wie neu geboren. Man hat ein anderes Weltbild. Weitsicht. Das fünfzehn kurze Minuten Körper und Geist so verändern können. Imposant interessant. Nun relaxt und und ruhig statt abgedreht aufgedreht. Die durchweinten Nächte sind Geschichte. Ich hatte also endlich Sex! Sagen sie jedenfalls. Ich finde ja mein Sexualleben geht niemanden was an. Lunt
29.Dezember
Ich schreibe erst im neuen Jahr wieder! So jetzt ist es raus! Dann dafür aber mit Bild ohne Ton. Vielleicht. Wenns halt was zum darstelln gibt. Ton kommt dann erst 2013. Ein bissl Lernzeit muss man mir schon geben. Bin ja schließlich kein Wunderkind! Bis dann ich geh jetzt 4 Tage lang durchschlafen! Lunt
26.Dezember
Und mit dem Ortswechsel kommt auch der Stimmungswechsel. Die Depression wird abgelöst von einer angenehmen Gleichgültigkeit (Zugegeben Gelassenheit und Ausgeglichenheit sind einfach meine Gemütscharaktere). Und so bin ich heute einfach zu entspannt um hier krampfhaft irgendeinen Text aus den hintersten Ecken meine Hinterfußkrallen zu kratzen nur um hier für unterhaltsame vier Sekunden zu sorgen. Wenn nichts spannendes passiert, auch gut, da gibts nix zum geniern.
25.Dezember
Das wohl schlimmste Weihnachten meiner Existenz. Während hier alle in weihnachtlicher Romantik schwelgend vor einem Christbaum, der so schwer behängt ist, dass seine Astmuskeln fast versagen, sitzen und in allen möglichen Tonarten Weihnachtslieder zum Besten geben, liege ich hier im kalten Stiegenhaus vor der Eingangstür und bin erbärmlichst am Leiden. Ich weine, schreie, jammere, aber alle ignorieren mich. Kalte Fische! Vermutlich hat der ganze Kitsch ihnen die Augen getrübt und die Ohren verstopft. Zumindest von der Weihnachtsente hätten sie mir etwas geben können. Ok, drei bereits säuberlich abgenagte Halswirbel hab ich bekommen. Hervorragend, wie Halswirbel eben so sind, aber ganz ehrlich, wegen so einem nichtmal snack streng ich doch nicht meine Kaumuskeln nicht an! Das ist ja Affen reizen, Gusto machen, eine Unverschämtheit! Damit man auch ja weiß wie gut das schmeckt, was sich bei allen anderen grad dekadent am Teller häuft! Frechheit. Weihnachten ist heuer Scheiße! Mein Leitspruch fürs nächste Weihnacht: Fressen für alle, Sex für alle, Geschenke für alle. So ich verfalle jetzt noch ein bisschen tiefer in meine Winterdepression (die ich eigentlich als Sommerhasser und Winterlieber nicht haben sollte) und wünsch euch noch ein paar angenehme Feiertage (für die die sie haben, wir ja nicht, am Dienstag ist wieder arbeiten angesagt.) Lunt
22.Dezember
Jetzt habe ich es übertrieben. Ich darf nicht mehr nach Brunn auf Kur. Zumindest nicht ohne Begleitung. Aber es hat sich wahrlich rentiert! Zahlreiche Ausbruchsversuche und Streunerrunden haben mich mit wundervollen Abenteuern beschert. Zusammengefasst mit allen Highlights der Entdeckungsreisen:
Somit habe ich nun auch eine neue Ära gestartet. Das Lunttagebuch gibts jetzt auch mit meinen kleinen wundervollen Skizzen. Mahlzeit! Lunt
20.Dezember
Der heutige LuntistenDienstag verlief ruhig. Felicitas hat uns vom Büro abgeholt. Pünktlich um kurz nach Sieben und nach einer schnellen Verköstigung haben die Mädls dann einfach begonnen zu plaudern und texten. Ich finde – uninteressant. Der Rest der Luntisten hingegen war vertieft und unterhalten.
Lunt
15.Dezember
Ich urlaube derzeit in Brunn. Felicitas seit heute Abend Urlaub am Land. Morgen geht sie mit Claus jagen und uns frisst hier der Neid fast gänzlich. Treibjagt. Hasen und Rehe. Franka ist im stinkenden Wien geblieben, hat sich aber heute zumindest einen Museumsbesuch gegönnt. Im Leopold Museum das Egon Schiele Projekt begutachtet und nicht sehr begeistert gewesen. Leider.Von den Schiele Bildern natürlich schon, und ein paar anderen Einzelstücken. Aber im großen und ganzen war es recht enttäuschen. Sich mit Schiele auch nur in irgendeiner Weise in Verbindung zu setzen ist wohl aber auch nicht unbedingt klug. Während Elke Krystufek mit Malereien dem Vergleich mit Schiele nicht Stand hält, versuchen Claudia Bosse und Philipp Gehmacher d Rauminstallationen und Geräuschkulissen mit dem Künstler in Dialog zu gehen. Franz Graf macht Grafiken (unteranderem), die direkt neben Schieles Akten gehängt natürlich ebenfalls keine Chance haben. Günter Brus schafft durch Fotografien seiner Aktionskunst meiner Meinung nach die bester Brücke zu Schieles Kunst. Dieser Vergleich war durchaus interessant und gut. Auch gegen Rudolf Schwarzkoglers Raum ist nichts einzuwenden. Aber all das ist ja vermutlich Geschmacksache, deshalb: anschaun gehn und eigene Meinung bilden oder aber auch und das empfehle ich um einiges mehr: im Kunsthaus ist derzeit Henri Cartier-Bresson. Diese Ausstellung zahlt sich in jedem Fall aus. Gesehen hab ich sie allerdings auch noch nicht. Die nächsten Tage dann, läuft ja noch bis Mitte Februar soweit ich weiß. Lunt
11.Dezember
Ein gutes Wochenende. Freitags nach der Arbeit war Georgia seit langem wieder bei uns zu Besuch. Da gab es natürlich gleich Essen und weil Georgia keinen Hunger hatte, blieb alles für Franka und mich. Hendlhaxen und Flügerl. Samstags war Prater-Spaziergang. Was für ein Kontrast zur weihnachtswütigen Stadt. Danach Besuch von Carlos und Pippa. Produktionen in Schwarz Weiß entstandten.
Und nun endlich zum heutigen Tag. Morgens Hühnchen zum Frühstück. Und Eier natürlich. Dann wieder Besuch empfangen. Felicitas. Die Wohnung ist binnen Minuten zur Knochenwerkstatt mutiert. Grauenvoller Gestank nach Lackspray hat aber leider den guten Knochengeruch schnell überdeckt. Jetzt hängen die guten Stücke an der Luntika zur freien Entnahme. Kaum waren wir fertig mit dem Hängen, haben sich auch schon die ersten Leute bedient. Alle dürfen nur ich nicht. Vielleicht sind ja noch ein paar dort bis morgen. Lunt
8.Dezember
Wenns nach mir ginge würden wir schon in der Luntika wohnen! Heute war herrlichst. Ich eingerollt auf meinem riesigen Doppelbett in unserem Wohnzimmmer bei einer angenehmen Raumtemperatur von 7 Grad, maximal. Himmlisch göttlich und das sage ich als Ungläubiger. Die Mädls haben währenddessen am Schaufenster der Luntika gearbeitet. Am Sonntag sind wir dann wieder dort. Falls man uns besuchen mag. Da aber erst ein bisschen später. Lunt
1.Dezember
Wir brauchen keinen Adventkalender. Wir gehen stattdessen zur Barbanek, Wiens nettestem Beisl. Heute wieder einmal Bruckfleisch gegessen. Auch sehr empfehlenswert: Gänseleber mit Reis passend zur Jahreszeit!
29.November
Heute steht noch viel am Programm. Nur was wir heute Abend kochen, das ist noch etwas unklar. Ich muss korrigieren. Es wurde gerade mehrstimmig beschlossen dass es Putengeschnetzeltes gibt. Und heute dürfen wir auch mal richtig kochen. Nämlich so eine Menge, dass man sagen kann man kocht. Macht ja auch keinen Spaß homöopathische Mengen zu schnippsln und fettarm, cholesterinfrei, vitaminreich, ect. zu dünsten. Wir machen heut richtiges Essen. Außerdem ist Dienstag Luntistentag. Zumindest laut den Mädls. Na dann mal sehen was das heißt. Wenn nicht zumindest ein paar brauchbare Ergebnisse zu sehen sind heute, dann wurde wohl wieder einmal vorschnell verkündet. Lunt
27.November
Erster Advent. Jetzt beginnt wieder der Kekswahnsinn. Wir Luntisten freun uns eher auf die Weihnachtsgans/ente. Und vielleicht auch ein bisschen auf den ersten Glühwein im Kalten, oder einen großen Becher Feuerzangenbowle. Die Mädls zumindest.
26.November
Entspannen spielts nicht. Warum auch. Samstags gibts nie Zeit für irgendetwas, vorallem nicht für Entspannung. Dieses mal am Kalender: Aufräumen, putzen, kochen, shoppen, shoppen, shoppen. Franka mit Astrid und Felicitas mit Claus. Dann wieder Kochen und zum Schluss etwas basteln. Das wars, schon wieder fast vorbei das Wochenende.
25.November
Arbeit. Arbeit. Arbeit. Danach Essen im Wiedner Bräu. Knusprige Blutwurst mit Kartoffelpuffer. Vorzüglich. Drei von sechs Knochen. Schaumlauer Nockerl zur Nachspeise. Danach im Arena Nightclub. Klein, leer und mit dem “RotLichtVierterl” für 6 Euro ebenfalls vorzüglich. Nicht das 6Euro Vierterl, das wurde nicht probiert, aber der Rest vom Lokal. Zum Schluss noch digitale Messerspiele in einer kleinen sehr netten Schwulenbar bevor wir dann irgendwann den Heimweg angetreten sind. Eiskalt und spiegelglatt, wies eben gehört um die Jahreszeit. Lunt.
24. November
Heute probieren wir den Huth. Ein zweites Mal. Eigentlich sollten wir ja überall das selbe bestellen. Aber immer Tafelspitz wird auch irgendwann fad und ich hätte mir niemals gedacht dass ich so etwas auch nur einmal über die Lippen bringe. Und ich muss sagen es ist auch fast schon zwischen den Zähnen stecken geblieben, weil der Gusto ja schon wieder fast da war, wenn man so an Tafelspitz denkt. Aber dann – nein langweilig, außerdem gar nicht auf der Speisekarte, heute mal Entenkeule mit Kartoffelsalat und Gemüse. Davor mittelmäßige Grießnockerlsuppe, danach ein wundervoller Mohr im Hemd. Das ganze in einer netten Atmosphäre, modern luftig eingerichtet, Raucher und Nichtraucher nett getrennt (wir im sehr erträglichen Raucherabteil im ersten Stock) und eine freundliche Kellnerin mit sehr zarter leiser Stimme.
Sonst kann ich noch sagen, die meisten Gäste hier haben heute auffällig hässliche Schuhe. Komisch. Und der Boden ist hier fast so sauber, dass man das Essen vom Boden schlecken kann. Ich habs probiert und es hat nur etwas nach Dreck und Salz geschmeckt. Wie schmeckt Dreck? Etwas sandig, schmierig, vielleicht könnte man auch sagen mehlig von der Konsistenz und meistens etwas bitter, Dreck gibt es ja natürlich auch in den unterschiedlichsten Geschmacksvariationen. Mahlzeit!
Lunt
23.November
Wieder die Druckerpresse in Betrieb genommen und 40 quadratische Flyer durch die Presse gejagt. Eigentlich ja gar keine Flyer sondern mehr Spezialeinladungen für spezielle Leute. Werden dann wohl ab übermorgen verteilt. Ansonsten haben Felicitas und Franka wieder kräftig geschrieben und besprochen. Wie viele Projekte kann man eigentlich gleichzeitig haben?? Ich hab während dessen geschlafen, geschnarcht und drei Mal die Nase gerümpft.
22.November
Wunderbar saukalt. Unsere Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld. Zerstückelte Stofftiere, Linolschnittplatten in progress und mittendrin Gebilde aus Draht, Zeitung und Kleister. Aufkaschierte Fotos die bereit sind collagiert und übermalt zu werden. Dann gits da natürlich noch die ganzen Bierdeckel die frisch bedruckt wurden und sich schön über Tisch, Sofa und Fensterbretter ausgebreitet haben. Morgen kommt die 2. Farbe und dann noch die Schrift. Inmitten dieses Chaos haben ich mich einfach auf einen Haufen fetzen gelegt, den die Mädls zum putzen der Walzen gesammelt haben. Aber dieses Putzmittel stinkt soundso viel zu viel. Können sie nicht mit wasserlöslichen Farben malen!?
Lunt
20.November
Ganslessen im Stockerwirt in Sulz. Am Arsch der Welt, überfüllt, schweineteuer und dafür auch nur mittelmäßig im Geschmack. Die Supper war durchschnittlich, ich kann mich nichteinmal mehr genau daran erinnern wie sie gerochen hat. Das Steak danach war vorzüglich, der Folienkartollel dazu, ja ein Folienkartoffel eben. Wirklich überraschend war allerdings nur Ingos Gericht. Faschierte Laibchen mit Püree. Die Nachspeise war übersüßt und banal. Unsere Reservierung haben sie übrigens auch verschmissen, somit mussten wir schon am Anfang eine halbe Stunde auf unseren Tisch warten. Mindestens. Lunt
19.November
Speichel im über Fluss, passiert die Lippe das Kinn hinunter, tropf.Es duftet nach Hirschragout in Wacholdersauce mit Preiselbeerrotkraut und Kartoffelkroketten. Sehr fein. Zartes Fleisch das zerfällt sobald sich die Gabel nähert. Man vermutet ja so eine gute Küche nicht in einem Alte-Leut-Kaffeehaus wie der Oberlaa. Obwohl wir ja das Kalbsrahmgulasch hier schon kennen, waren wir wieder einmal sehr positiv überrascht.
14.November
Das war ein gutes Wochenende! Freitag: Fleisch Fleisch Fleisch nachdem ich der ersten Hochzeit beiwohnen durfte. Und obwohl ich damit wohl noch kein Hochzeitsprofi bin wage ich zu sagen, ich denke ich mag Hochzeiten. Abends dann Großeinkauf bei diversen Fressgeschäften. Samstag dann gleichfalls gut. Bioladen Fleisch-Speck-einkauf gefolgt von einem Bösner Besuch. Nun sind wir stolzeste Besitzer einer Druckerpresse!! ENDLICH! Ich wollte das den Mädls ja schon die letzten Jahre immer wieder einreden. Nun haben auch sie begriffen, dass es eine kleine feine Notwendigkeit ist, wenn man so häufig Linoldrucke, Holzschnitte, ect. fabriziert. Am Abend nobel nüchtern im Wein&Co am Staphansplatz. Sonntags war wie immer Wandertag. Diesmal allerdings ein sehr bescheidener. Und spaäter gabs Fotoshooting mit Kleber, Blitz und Spiegelei. Also klingt doch perfekt oder?
Lunt
8.November
Nachdem wir als Folge der Hausbesetzung jetzt etwas in die Öffentlichkeit geraten sind, fühle ich mich berufen, die Geschichte auch aus unserer Perspektive zu schildern. Im Grunde hat alles mit einem Anruf einer werten Künstlerkollegin und Freundin der Luntisten begonnen. Philippa Grob ihr Name. Sie hat mit ihrem tapferen Verhandlungsgeschick geholfen die Luntika zu verteidigen, bis Franka und Ich und kurz darauf Felicitas am Ort des Geschehens eintrafen.
Nachdem den Besetzern klar gemacht wurde, dass sie eben ein Künstlerattelier besetzt haben, sind sie innerhalb weniger Augenblicke unter vielfachen Entschuldigungen wieder abgezogen. Warum also böse Worte? Wir sollten uns eher bedanken! Immerhin haben sie uns wieder ein bisschen aus der dem täglichen Trott gerissen. Uns wieder vor Augen geführt, dass wir uns hier echt glücklich schätzen können in diesem schönen dreckigen alten Haus arbeiten zu dürfen.
Wir haben uns jetzt tatsächlich wieder ein bisschen zusammen gerafft online und öffentlich wieder ein bisschen präsenter zu sein und nicht wie im letzten Jahr nur hinter verschlossenen Türen zu werken. Also freut euch auf die nächsten Wochen, es tut sich was! Ich roll mich jetzt wieder ein. Am Abend gibts Piraten Party und davor noch einiges zu arbeiten, zwar nicht für mich. Aber den Mädls beim arbeiten zusehen ist anstrengend genug, selbst wenn man dabei schläft.
Herzlichst Lunt
2.November
Was für eine überraschung gestern. Anruf: “Die breitegasse 15 ist besetzt!“
Wir gleich hin. Eh klar. Dank Phillipa hat sich aber alles schnell gelöst und als wir eine halbe Stunde später in der Breitegasse ankamen waren die Eindringle schon abgezogen (friedlich und zivilisiert) ohne dass ich sie knurrend rollend vertreiben musste. Ja wenn ich will kann ich das! Zu unserer Beruhigung fehlt keiner unserer „kunstschätze“, sie haben uns sogar eine halbe Tomate am Tisch gelassen. Nur was machen wir mit einer Tomate. Nächstes Mal (das es hoffentlich nie geben wird) bitte rohestes blutiges Fleisch statt Gemüse. Wir Luntisten liebens fleischrot!
Weiters wenn jemand unsere Farben und Materialien anfasst dann fass ich auch!
Gruß Lunt
10.Juni 2011
What is there for me to tell – It is cruely hot these days, we are working a lot as always – Felicitas in the nice forrest of austria and me and Franka as always at the agency. Though there have been some changes. We are currently in an new working environment. So here we go – loads of new names and even more we will learn the upcoming weeks. Cheers to that!
30.Juni 2011
We officially can say now: The Luntisten are all Magister of Art now!
On monday Felicitas delivered a brilliant performance when she presented the diploma. In her 30 minute presentation in front of the crowed she spoke about safety of traffic and presented her campaign to improve it. I can just say: Congratulations you stunned us all with an amazing project.
21.Juni 2011
Was hat sich getan, was tut sich noch? Viel, aber wenig zu berichten. Felicitas ist grad im Endspurt. Am Montag ist ihre Diplompresentation vor versammelter Universität und allen die sonst noch kommen wollen. (Montag 27.Juni 2011, Universität für angewandte Kunst, Oskar Kokoskaplatz 1, HS4 11.00)
2.Juni
Friedrich schwimmt! Frei! Mit neuen Freunden! Heute wurden wir von Felicitas und Friedrich abgeholt. Friedrich in einen Sack in einem Kübel. Zum aller ersten Mal, und er ist jetzt schon über zwei Jahre alt und mit nicht wenig Erfahrung, betrachtet man alleine wie weit dieser Fisch schon gereist ist, welche Sprachen er beherscht, aber nun schwimmt er zum aller ersten Mal über einen Meter in gerader Linie! Wir freuen uns mit ihm über die längst notwendig gewesene neu errungene Bewegungsfreiheit des Guten.
Schwimm gut!
20.Mai 2011
Kaffee und Frühstück auf der Terasse, auch für mich. Endlich an der frischen Luft. Ein kurzer Spaziergang. Natur Natur Natur. Es riecht nach Hühnchen und Fisch, vielleicht auch ein bisschen nach Bieber. Wobei ich muss gestehen, ich kann mir den Geruch eines richtigen echten Biebers nur vorstellen,so ein Tier habe ich wirklich noch nie gesehen, gerochen oder gehört. Vermutlich schmecken sie sehr gut. Besonders die Brust und der Schwanz sind in meiner Vorstellung sehr schmackhaft. Ich steige vorsichtig in die Erlauf. Bis zur Brust ins eiskalte Wasser. Die Mädls klatschen begeistert. Fitsys Mutter auch. Schließlich überwinde ich hier gerade meine Wasserangst ein bisschen mehr. Mir gebührt Respekt. Bitte Danke. Danach fahren wir auf den Hengstberg. Hier ist Felicitsy aufgewachsen. Nachdem wir eine Stunde Hügel rauf und runter gefahren sind haben wir die perfekte Kreuzung gefunden. Die Mädls bleiben stehn. Claus klettert und fotografiert und die Mädls rennen Punkte klebend kreuz und quer über die Straße. Ich beobachte alles wachend und versuche den verlockeneden Wald aus meinen Gedanken zu verdrängen. Zwei Stunden, eine Kreuzung, oder eigentlich mehr eine ganze bbepunktete Straße, später geht es endlich heimwerts. Wir sind am Verhungern. Felicitsy hat ausreichend gute Fotos und ein Video. Jetzt gibts Fressen und danach einen stundenlangen wunderschönen Spaziergang. Durch den Wald und mit erneuter Badeeinlage, diesmal inklusive weiblicher Franka Felicitas Begleitung. Ich liebe es! Es ist fast erschreckend wie schnell man diesen Genuss, diese Erfrischung durch die Natur in der Stadt vergisst. Aber nicht nur cih habe diesen wunderbaren Wandertag genossen, sondern auch sage und schreibe siebzehn Zecken irgendwo auf meinem behharten Körper festgebissen haben und nun unentwegt saugen und saugen. Fünf davon alleine in meinem Gesicht, deshalb aber nicht leichter zu finden. Eckelhaftes Ungeziefer! Abends noch Wein und Chips im gemütlichen Garten des Forsthauses. Was für ein schöner Tag!
19.Mai 2011
Heute werde ich nichts von meinem Tag erzählen, so spannend war er nicht, sondern eher von der Nacht berichte: wir sind mit dem Auto spät Abends, bei wenig Verkehr, guter Musik und Unmengen an Nascherein, aus Wien los gefahren Richtung Ybbs. Man muss sagen die letzte längere Autofahrt zusammen ist doch schon ein Weilchen her gewesen. Wir erreichen das nette Haus, mit wunderschön riechendem Garten, der außerdem ein unglaubliches Orchester an Vogelstimmen beherbergt, genau um Mitternacht. Ein paar Minuten verbringen wir noch auf der kleinen Terasse, zumindest die Mädls und Claus, ich welze mich natürlich schon genüsslich im feuchten duftenden Gras, herrlich, bevor wir müde ins Bett fallen und sogleich den Träumen verfallen. Die anderen jedenfalls, ich sitze noch lange vor dem Fenster, welches so lange ist wie der ganze Raum unterteilt durch eine Türe zu der Terasse. Draußen spielt der Wind mit den Bäumen und hin und wieder huschen schattenartig Katzen udn anderes Kleingetier über den Rasen. Dieser Ausblick wird mir zumindest gute Träume bereiten, aber dennoch verfluche ich die verschlossene Türe, die mich von dem spannenden Nachtgarten trennt. Wie gern wäre ich jetzt im Freien.So bleibe ich starr vor dem Fenster sitzen,vermutlich mit verklärtem Blick, bis es irgendwann beginnt hell zu werden.
16. Mai 2011
Felicitas in Berlin – wir in Wien. Die Kunst ruht zur Zeit. Wir Banausen haben es nicht einmal auf die Viennafair geschafft. Schande über uns. Dafür lange Spaziergänge in der Nacht und nette Geburtstagsfeiern. Man muss sich ja auch ein bisschen vergnügen, wenn man schon unter der Woche die meiste Zeit in der Arbeit bzw in der Uni verbringt. Franka und ich nutzen das gute Wetter für Flirten an der frischen Luft. Wenn dann ein sanfter Windstoß kommt und dir die frühlings Düfte wilder Weibchen, oder in Frankas Fall junger Herren, zuweht – was für ein Genuss. Diese Woche steht nicht viel an, außer viel Arbeit und am Wochenende ein Ausflug der Luntisten. Natürlich aber auch mit produktivem Hintergedanken. Somit genießt die Frühlingsluft, es wird schon bald genug unerträglich heiß werden!
Lunt
9. Mai 2011
Spaziergänge an der Donaulände mit Stockerlfisch vorm Badeschiff und takeaway kaffee im trockenen Gras. Lang ersehnt, jetzt endlich möglich. Jetzt sollte man nurnoch die Zeit haben sich in sonnige Parks zu legen, unglaublich schmackhafte Pciknickkörbe zu richten, und einfach nur zu genießen. Wärend die Mädls dann in der Sonne rumliegen und dort Drachen, Masken, Schmetterlinge basteln, könnte ich auf Frauschau gehen und ein bisschen durch die Gegend streunen. Aber nein, wir sitzen in der Arbeit, sehen die Sonne nur durch einen kleinen Spalt in der Schalusie und versuchen produktiv zu sein. Felicitas sitzt ein paar Häuser weiter in der Uni und arbeitet an ihrer Diplomarbeit. Die Unirechner sind eben doch schneller, besser, größer. Ich hoffe hier habt es besser. Vielleicht sieht man sich ja die Tage in der Hermann Strandbar zur Mittagspause. Wir gehen jedenfalls gerne hin. Auch wenn die Burger etwas teuer sind, schmecken tun sie.
Gruß, Lunt
24. April 2011
ich wünsche allen Freunden und Feinden frohe Ostern und unzählbar viele gute selbstgefärbte Ostereier. Und natürlich Unmengen an Osterschinken (mit richtig geilem Schwatl!). Wir haben hier gerade Besuch aus Finnland und Slowenien.
Feiert brav! Lunt (heute mit 4 Stück Ohren, oder 5 wenn man das Schweineohr mitrechnet das ich gerade verspeist habe)
18. April 2011
Heute haben wir die Lindhasen-Kostüme fertig gestellt. Große goldene haarige Ohren und diese Glocken, die ununterbrochen auf ihren roten Schleifen baumeln und nicht aufhören wollen zu klingeln. Ich glaub bald werde ich verrückt hier.
Lunt
17. April 2011
Sonniger Spazier. Erneuter Luntikabesuch. Luntika wir lieben dich! Konzepte, neue Meisterwerke und viel Freude an der Sache. Und zwei Mädls die wie Pandas herrumlaufen. Mehr darf ich wohl hier nicht erzählen. Ich kann aber von dem wunderbar frühlinghaften Duft in Wien berichten. Es riecht nach lüsternen Weibchen. Überall und in jeder Ecke! Wer liebt den Frühling nicht?!
Lunt
3. April 2011
Die beißende Kälte sitzt noch immer angenehm tief in allen Poren der Luntika und wird hoffentlich noch ein bisschen verweilen. Es ist allerdings schon warm genug für die Mädls um sich wieder an Farben, Pinsel, Spraydosen, Fäden, Schrauben usw zu wagen. Somit haben wir heute unseren ersten Luntikatag im neuen Jahr hier gehabt. Ich würde ja sagen die wehrten Damen sind etwas verweichlicht während der Luntikajahre. Aber da kann und sollte man ja dagegen wirken. Heute haben sie jedenfalls einen neuen Raum der Luntika in Angriff genommen. Während die beiden brav die Dosen geschüttelt haben bin ich so gut es ging vor dem schleichenden beißenden Geruch geflohen, habe mich etwas im Staub gewältzt und nach ein paar Stunden fleißigem Schaffens sind wir dann auch schon wieder den Heimmarsch angetreten. Daheim dann Besuch bekocht (Rind in Krensauce mit Beilagen) und irgendwann sogar ein bisschen aufgräumt. Wie schön jetzt hat ein neues Jahr der Luntisten begonnen und ich werde mich somit auch wieder öfter hier zu Wort melden. Ich hoffe Ihr freut euch, schließlich möchte ich ja nicht umsonst meine Faulheit bezwingen. Auf Bald!
Er grüßt euch der schöne Lunt
4.11.2010
Heutige highlights: 2 Blatt Schinken und früh aufstehn. Nichts großartig wunderbares. Leider. Ein verlängertes Wochenende hinter uns (inkl. Halloween). Felicitas und Franka waren hoch angetan von einer schnellen Verkleidungsrunde. Ich bin auch ein bisschen bunt geworden. Aber das alles ist ja überhaupt nicht interessant.
Was schon? Gute Frage. Es wäre vielleicht interessant von Felicitas Diplomkonzept zu berichten, aber ich darf und will nichts vorweg nehmen, noch nicht. Vielleicht von Frankas Arbeit, von unseren Schlafstörungen – eher weniger interessant. Ich könnte davon erzählen, dass dieses Jahr schon wieder keine Zeit für die Viennale war (nicht dass sie mich ineressiert hätte), dass zur Zeit massenhaft gute und komische Vernissagen stattfinden, die wir aber aus unitechnischen Gründen nie besuchen können, wobei die Uni (so toll der Schwedischkurs auch ist) mir zur Zeit gestohlen bleiben kann, nachdem sie mich die letzten Male freundlich gebeten haben, dass gelände zu verlassen. Egal darauf gehe ich gar nicht näher ein.
Was wohl am ärgerlichsten ist – es ist Ganslzeit! Für so etwas muss man sich einfach Zeit nehmen. Ein Hals für mich und einer für jeden anderen, wie schön wäre die Welt.
Lunt
7.10.2010
Oktober, nahezu winterliche Temperaturen, gemütliche Wohnungen, aufwendiges gutes Kochen, Malabende, Unibeginn, Arbeitsuche, alles rundum positiv, wenn man es zusammenfasst.
Felicitas ist braun gebrannt seit ein paar Tagen au Brasilien zurück, zusammen mit Erinnerungsfotos, seltsamen getrockneten Gewächsen mit heilender Wirkung und natürlich hat sie auch Claus wieder zurück nach Österreich gebracht. Franka hatte am Wochenende die Vernissage in der Keinergasse. (keinerkomplex.wordpress.com), studiert jetzt außerdem Skandinavistik und ist auf Arbeitsuche. Es stellt sich allerdings immer mehr heraus, dass sie einmal entscheiden sollte, was sie denn in einer Werbeagentur machen wollen würde. Irgendwann muss man eben auch Entscheidungen treffen.Felicitas steht nun auch am Beginn ihrer Diplomarbeit, erste Konzepte werden geschrieben und Überlegungen folgen Überlegungen. Ob der Professorenwechsel in der Klasse für Grafik und Werbung den neunen Diplomanten die Sache erleichtert oder erschwert, wird sich zeigen. Bisher ist aber hauptsächlich Positives über den Herrn Spätgens an meine feine Nase gedrungen. Persönliche Gespräche und jede Menge interessante Projekte scheinen geplant zu sein. Leider bekomm ich von der Werbeklasse, aber nicht mehr allzu viel mit. Eben nur über Erzählungen und ja ich vermisse die Angewandte und das Studentenleben. Den schönen grünen Innenhof, die freundlichen Portiere, die auch zu später Stunde, ja sogar zu morgendlichen Zeiten noch zum Plaudern und Scherzen aufgelegt waren und den Klassenraum der nächtlich mir Ruhe zum Schlafen gibt und Franka eine ganze Auswahl an schnellen Macs geboten hat. Ja es ändert sich eben alles und in den nächsten Monaten wird sich vermutlich überhaupt alles auf den Kopf stellen. Aber solange ich nicht wieder, wie die letzten Wochen so oft, daheim eingesperrt warten muss, ist und bleibt alles gut. Somit wünsche ich uns allen, dass das Wetter weiter so schön frisch bleibt. Vorbei die heißen Tage des Schweißes – ja ich weiß sie kommen wieder. Des Weiteren natürlich viel Vergnügen bei den Wahlen und dem Lesen von seltsam tiefen Comics.
Es grüßt der Lunt.
30.8.2010
Lange ists her, wiedereinmal. Wir sind übersiedelt, hatten gute Ferien und eine erholsame Zeit. Jetzt wird das Wetter wieder kalt und gut, somit wind wir aber leider auch wieder mehr in den gemütlichen Hölen, die wir unser Daheim nennen. Ich habe nicht viel zu sagen, muss ich gestehen. Was ich zu erzählen hätte, kann ich hier nicht wiedergeben.
Lunt
28.6.2010
Immernoch Handylos. Wie ausgegerenzt wir sind. Sehr frustrierend. Aber ab 18.15 sind wir wieder erreichbar. Wir holen uns ein Handy, ja. Und ein bisschen neidig sind wir auch. Magret hat eine Einladung zur Eröffnung der Manson Ausstellung in der Kunsthalle. Marilyn Manson höchst persönich vor Ort. Wie unfair. Dafür werden wir uns ins Café Korb begeben. Felicitas fährt morgen schon in den Sommer. 2 Monate auf der Alm Käse machen und danach ein Monat Abenteuer in Brasilien. Franka und ich halten in Wien die Stellung. Vielleicht sieht man sich.
Lunt
27.6.2010
Unter Eichen, mit Raupen die Ausschlag und anderes verursachen, irgendwann aber zu Schmetterlingen werden, gesessen und das für gute 4 Stunden. Weder Hautreaktionen noch Atemprobleme, dafür leichte Sonnenröte, wie hübsch. Danach im Bräunerhof dem Bräunertrio gelauscht. Kontrabass, Klavier, Violine, jeden Sonntag. Der Kaffee war wie so oft nicht trinkbar, das hat das Kaffeehaus selbst aber mit der life Musik und dem traditionell altwiener Ambiente aber wett gemacht. Danach Wagner vor der Staatsoper. Eine tolle Sache, die openair Oper.
Lunt
17.6.2010

Ein Weilchen her seit dem letzten Mal. Ich entschuldige mich nicht, ihr kennt mich ja schon. Ist eben eher ein Monatsbuch zur Zeit. Aber ja, der Sommer ist schon fast da, ich kann ihn förmlich richen, mit meiner feinen Nase. Ja was ist passiert und was nicht. Die Mädls haben brav gearbeitet die letzten Wochen und Monate. Franka hat diplomiert, ist jetzt also ein Mag Art Franka. Felicitas ist auch gut dabei. Unter anderem hat sie in den letzten Wochen das Kochbuch fertig gestellt (ist auch bald in einer Wiener Buchhandlung zu erhalten, Name kommt sobald es soweit ist). Und ich, naja eigentlich habe ich ja praktisch mit diplomiert. Am Foto oben sieht man wie ich während der Präsentation aussehen musste (ich wurde buchstäblich vor Publikum kastriert). Trotzdem, oder gerade deshalb könnte man mich jetzt auch Mag Art Lunt nennen. Also von heute an entweder mit Titel oder mit Herr Lunt, wenn ich freundlich bitten dürfte.
Und was sind die Sommerpläne. Naja es sieht folgender Maßen aus. Franka soll sich einen Job suchen (ich hab nämlich keine Lust mehr auf billiges Futter und eine größere zentralere Wohnung in Wien, am besten mit Garten, wäre auch schön langsam angebracht!) und somit auch eine neue Wohnung, wo wir ja aus dem Lürzer – Haus ausziehen müssen. Leider. Felicitas wird den Sommer, dafür beneide ich sie, auf einer Alm verbringen und Kühe melken sowie Käse rühren. Ich hoffe wir besuchen sie lang und ausgiebig. Fern von Verkehr und Großstadtgehetz wäre doch ein guter Ausgleich.
Soweit so gut, ich melde mich bald wieder, versprochen!
Es grüßt, Herr Magister Lunt
28.4.2010
Aber es gibt auch gute Neuigkeiten. Friedrich und Franz haben Junge bekommen. Drei Stück. Einses ist leider dahin. Ein kleiner Unfall, aber zwei der kleinen lieben Dinger reichen ja auch. Namen haben sie noch keinen und sie wurden von Franz und Friedrich getrennt. Is besser für sie, angeblich. Ich frage mich welche sprache sie sprechen werden, wenn sie einmal das Reden erlernen. Ein schwedischer Vater und eine österreichische Mutter, zu denen aber kein Kondakt besteht. Isoliert und auf sich selbst gestellt werden sie vermutlich eine eigene Kommunikationsmethode kreieren. Wie auch immer. WIr freunen uns über den Nachwuchs.
Ansonsten ist heiß und mein Arschloch ist entzündet, das liegt an dem schrecklich langweiligen Essen, dass ich immer bekomme. Kein Wunder dass mein liebster Ausgang irgendwann beleidigt ist, wenn immer nur der selbe braune Scheiß durch ihn gepresst wird. Mein Fressen ist staubig, trocken und schmeckt nach nichts.
Soweit so kacke, ich melde mich wieder, irgendwann.
Lunt
16.4.2010
Das funktioniert so nicht. Überhaupt nicht. Und ich kann mich auch nicht darauf ausreden, dass ich ein faules Hundsdrum bin. Höchstens auf die Frühlingsgefühle vielleicht. Die Damen versprühen gerade Düfte, dass ich kaum außer Haus gehen kann ohne geil zu werden. Tut mir Leid, dass ich das hier so schreibe, aber wirklich, jetzt schreien sie wie jedes Jahr danach gevögelt zu werden. Ich halte mich aber brav zurück und begnüge mich damit zu riechen und zu schlecken. Alles darf mir auch nicht verboten werden. Meine weiblichen Rudelführer haben zwar mit der Angst zu leben, dass ich irgendwelche dahergelaufenen Mädls schwängere, aber ich weiß mich zu beherrschen. Noch.
So jetzt wisst ihr weshalb ich nicht die Geduld aufbringe meine Tagesabläufe hier zu schildern. Nebenbei ist es auch frustrierend muss ich zugeben. Seit ich das hier mache, wird mir immer mehr bewusst in was für einem Trott mein kleines Dasein gefangen ist. Die Mädls haben viel zu tun zur Zeit und ich wie immer recht wenig.
Lunt
Ps.: Vielleicht schreibe ich ja sogar noch vor dem Sommer wieder.
15.3.2010
Seit drei Wochen wieder Uni, seit fast einem Monat nicht mehr geschrieben. Was ist bloß los? Ja ich gastehe, mein Leben ist zeitweise einfach viel zu langweilig und unspektakulär und, auch wenn es in diesem Fall nur eine kleine Notlüge, oder Bequemlichkeitslüge ist, über fade Sachen schreibt man nicht!
Somit hätte ich mit diesem Eintrag mein schlechtes Gewissen beseitigt und kann weiterhin faul auf den Frühling warten. Die Zeit wird derzeit viel im Fotostudio und auf der Uni verschwendet (meiner Meinungnach zumindest, aber wie schon tausende Male festgestellt zählt das nicht). Und somit begebe ich mich jetzt willen- und meinungslos in mein Schlafgemach.
Lunt
20.2.2010
Die letzte Woche war gut aber schlaflos. Die Wohnung ist noch immer Verwüstung. Zu dritt ist sie einfach zu klein, vorallem wenn Leute wie wir hier wohnen und dann war ja auch noch Fasching und so weiter. Folglich sind im Badezimmer noch die letzten Reste an Bodypaintingfarbe am Boden verstreute Federn und tausende an Zetteln, vollgeschrieben mit Ideen und Skizzen. Die Mülltrennungsecke ist auch angewachsen. Erstaunlich wieviel Abfall anfällt wenn man zu mehrt ist. Eigentlich recht erschreckend, denn fast alle Müllsäcke wurden immer gleich entsorgt. Der zurückgebliebene Glas-, Plastik- und Altpapierhaufen spricht allerdings immer noch für sich. Was kann ich sonst noch erzählen. Vermutlich einiges, aber ob das spannend wäre weiß ich nicht und außerdem zieht es mich gerade in den Prater.
Lunt
12.2.2010
Okay okay okay, ich bin der faulste Hund ever. Aber es sind ja Ferien, da ist es wirklich schwer. Letzte Woche war dann der Stammtisch im Barbanek. Wie immer sehr nett und gut. Die Fotos ebenfalls wie immer noch nicht entwickelt, aber ich werde die Mädls treten den Film so schnell wie möglich auszuschießen. Ich weiß nicht mehr genau was wir am Wochenende gemacht haben, aber es war nett. Am Motag ist Katja aus Slovenien gekommen. Frankas Wohnung ist also endlich wieder belebt. Gleich am ersten Tag haben sie den Sextoypinguin fertig gemacht und per Post nach Schweden geschickt. Und jetzt genießen wir dann ein bisschen Kultur. Zuerst Annie Leibovitz im Kunst Haus. Dann künstlerisches Shoppen beim Bösner. Mal sehen was der Tag noch so bringt.
Lunt
Ps.: Ich warne gleich vor. Ich werde vermutlich erst im März wieder täglich schreiben. Vielleicht nehme ich mir vor einmal die Woche während der Ferien zu schreiben. Ich muss ja schließlich auch entspannen, wenn schon Pause von der Uni ist.
2.2.2010
Was ist heute so passiert. Wir haben die Flyer die noch zum Trocknen aufgelegt waren aggeholt. Dieses Mal haben wir die Flyer nämlich in einer Kunstwerkstätte drucken dürfen. ( http://www.litho-art.at/ ) und weil wir schon dort waren und es wunderschöne leere Steine gab, haben wir auch gleich eine Lithografie begonnen. Also eigentlich Franka, ich habe in der Zwischenzeit einen Kampf ausgetragen, von dem ich noch ziemlich geschafft bin. Heute werden wir noch gemütlich malen und zeichnen. Felicitas arbeitet diesen Monat tagsüber in einer Agentur, aber heute Abend wird noch schnell die Schrift auf die Rückseite des Stammtischflyers gestempelt. Der ist ja schon morgen und dann heißt es wieder Tische bemalen und fressen (und trinken und plaudern,…). Ich freue mich schon aufs Barbanek.
Lunt
1.2.2010
Heute ein guter Tag. Zuerst in der Druckwerkstätte auf ein Pläuschchen, dann ein kurzes Brainstorming und gleich danach ins Europa. Besprechung mit dem culutur circle. Die Projekte nehmen langsam Form an.
Lunt
31.1.2010
Heute wurden wieder Flyer gedruckt. Für den Stammtisch, der übrigens diese Woche statt findet. Auf dem Bierdeckel (unsere Flyer müssen natürlich einen einen wichtigen Nebennutzen haben) diesmal zu sehen, eine Eule. Aber ihr könnt ihn euch ja auch selbst anschaun. Danach vorzügliches Essen. Hühnerhaxen mit Süßkartoffelpüree davor Karoten-Ingwersuppe.
Lunt
30.1.2010
Ich weiß, ich weiß ich bin so schreibfaul. Die letzten Tage allerdings habe ich wieder auf Kur verbracht und wenn man auf Erholung ist sollte man sich meiner Meinung nach auch nicht mit Tagebucheinträgen quälen. Deshalb muss ich mich entschuldigen, ich werde erst morgen schreiben, da muss ich dann zurück in den wiener Alltag, wobei dieser Alltag vermutlich die nächsten Wochen etwas freizügiger gestaltet wird, hoffe ich. Es sind ja Ferien.
Lunt
29.1.2010
Heute eindeutg mein Lieblingstag des bisherigen Jahres. Erstens haben nach dem heutigen Vormittag die Ferien begonnen. Zweitens ist dies wieder ein Tag des Essens. In der Wohnung hat sich der wunderbare Geruch von Nierndln verbreitet. Hervorragend geschmeckt haben sie auch. Franka ist überdies auch noch euphorisch, wir haben eine Nespresso bekommen. Weil der Tag so toll gegonnen hat, endet er auch gut. Ich fahre auf Kur und im Lürzerhaus kommen langsam die ersten Party-gestimmten zusammen.
Lunt
27.1.2010
Morgen ist die letzte Prüfung, dann hat diese langweilige Lernerei ein Ende. Im Moment sind wir dabei Farbentheorie zu lesen und lernen, aber das sollte nicht zu lange dauern. Danach müssen wiedereinmal Videos geschnitten werden. Ich bin Hauptdarsteller und damit ist mein Beitrag auch schon erledigt. Zum Glück muss ich nichts darstellen. Ich muss einfach nur schlafen und darf mich nicht bewegen. Aber die Strapatzen durch das heiße Scheinwerferlicht sind schon unerträglich genug.
Lunt
26.1.2010
Heute haben wir auf der Uni die “Typo Werkstatt” gesehen. Sie ist wohl wenig bis gar nicht in Verwendung, aber wir haben geredet und wir dürfen sie wahrscheinlich benutzen. Es gibt ein relativ große Auswahl an Schriften und 2 Pressen. Nach den Semesterferien dürfen wir kommen und dem Professor erklären was wir machen wollen (Kochbuch). Danach gings kurz in den Prater. Man braucht ja wenigstens hinundwieder seine Bewegung. Später Abends wurde gelernt. Den Umfang des Skripts haben wir ein bisschen unterschätzt und es hat doch bis in die Nacht gedauert die 200 Seiten ins Gedächtnis zu stampfen. Der Abend wurde allerdings aufgelockert durch gutes Essen und einige Kaffeepausen.
Lunt
25.1.2010
Heute wurden wir ausgelacht und mehrmals von fragenden Gesichtern verfolgt. Zuerst in der Videoklasse und dann in der eigenen.
Lunt
24.1.2010
Dieser Tag gehörte dem Filmschneiden und dem F. Habe ich da eigentlich ein Recht über etwas anderes zu schreiben oder darüber zu schreiben? Ist eigentlich nicht wichtig, denn nachdem seit Stunden das gleiche Lied (Hintergrundmusik) auf und ab gespielt wird taugt mein Gehirn auch nicht für mehr als Schlafen und den ständigen Versuch dieses Lied aus dem Kopf zu verbannen.
Lunt
21.1.2010
Auf der Uni habe ich heute ein nettes Mädl kennen gelernt. Wir haben uns sofort gut verstanden, ihren Namen hab ich schon wieder vergessen, aber ich weiß noch wie sie riecht. Wir haben uns nur kurz angeschaut und sind dann zusammen durch den Hof gelaufen. Ich habe noch selten jemand kennen gelernt mit dem ich auf Anhieb so gut herum blödeln konnte. Und Mädls sind üblicher Weise auch nicht so spielerisch kampfbereit. Und nochdazu hübsch. Sie hat dunkle Ringe um die braunen Augen, ein paar Schönheitsflecken und einen guten Geruch. Außerdem ist sie auch Studentin der Angewandten und kann dank operativer Eingriffe keine Kinder bekommen. Soviel dazu, sonst habe ich heute noch eine Brille zerbissen und nicht sehr gut geschlafen.
Lunt
19.1.2010
Nachdem ich gestern den ganzen Tag geschlafen habe, sprudle ich heute vor Energie. Nein Scherz bin immer noch müde. Aber mir ist einfach auch so fad! Mädls können sich mit langweiligen Sachen, wie Fremdhaar ins eingene Kopffell zu kleben, beschäftigen. Franka hat jetzt die Haare eine armen Inderin auf ihrem Kopf. Franka hat jetzt 20 Haare mehr als zuvor, wenigstens in anderen Farben, Ioana schaut genauso aus wie vorher. So wird also Zeit und Geld verschwendet. Zumindest bekommen die Inderinnen ein bisschen Geld und Haare sind ihnen vermutlich nicht hilfreich, bei den Temperaturen. Die kurze Haarpause wird von Uniprojekten abgelöst und somit wird es mir auch zu langweilig das Geschehen weiter zu beobachten. Ich komme wieder wenn ihr Essen macht oder einmal ein interessantere Gesprächsthemen habt.
Lunt
18.1.2010
Auf der Uni wieder das endlose Spiel mit dem Schlaf, oder eigentlich gegen. Hat angedauert bis jetzt. Schlaft gut.
Lunt
17.1.2010
Brunn ist immer der Ort an dem sich alles, oder zumindest sehr vieles, ums Essen dreht. Heute am Menü gewesen sind Fleisch vom Frischling und der Pute, dazu natürlich jede Menge gute Beilagen, aber es sind eben nur Beilagen, nicht so wichtig wie das Fleisch und deshalb muss ich sie jetzt auch nicht aufzählen. Danach haben wir mit purem Schlagobers alle Lücken gefüllt die noch irgendwie in unseren Bäuchen waren. Mit meinem Bruder kann ich inzwischen im selben Raum sein, er tut mir ja doch irgendwie leid, der arme eierlose Hund. Sonst nichts weiter spannend. Was kommt auch schon an das Erlebnis wunderbarster Völlerei heran. Alles andere verblasst dann so schnell in der Erinnerung und die Nachwirkungen des übermäßigen Genusses sind spürbar und der Hunger wächst schon wieder.
Lunt
16.1.2010
Nachdem mir bei unserem Spaziergang schon veranschaulicht wurde, dass ich alles andere als der Boss bin, hat das abends dann auch noch eine Dame bewiesen. Das tut dem Ego gut. Allerdings kann man die anderen ja auch glauben lassen, dass sie toller und stärker sind und sich einfach denken “Hach was solls, ich bin zu faul um mich jetzt aufzuregen.” Aber irgendwie bleibt es doch hängen, man sollte sich ja auch nicht alles gefallen lassen. Gut Frauen dürfen das mit mir machen so viel sie wollen, oder besser so viel ich will. Ich habe heute viele neue Gesichter kennen gelernt. Die meisten waren auch wirklich freundlich. Den Tag trübt einzig und allein mein Kot, der dünnflüssig und stinkend keine Ruhe lässt. Ich hätte gestern wohl doch etwas vorsichtiger meine Nahrung aussuchen sollen. Und vorallem heute morgen hätte ich aufpassen müssen, als sich Franka und ich über die Reste hergemacht haben. So gut wie am Vortag waren sie jedenfalls nicht mehr. Mich wundert es wirklich, dass ich der einzige mit einer Scheißerei bin.
Lunt
15.1.2010
Franka war morgens auf der Uni ein bischen hinüber, aber spätestens daheim nach einer guten Dusche war auch sie wieder fit. Felicitas hat jetzt übrigens ganz kurze Haare. Steht ihr gut finde ich. Sie hat sie sich einfach so abrasiert auf einen Zentimeter. Zurück zu gestern, wir warn dann noch Essen einkaufen. Ein halbes Kilo vom Kalb, das gleiche dann noch in Pute, noch ein bisschen Rind zum Kochen und weils so gut ist noch ein Schweinslungenbraten, nicht zu vergessen ein große Packung Rinderknochen mit schön viel Fleisch drauf. Um 7 ist dann Besuch gekommen und die Kocherei und Trinkerei ging los. Ein Schwedenrevival. Nicht fehlen durfte hier natürlich auch nicht Captain Morgan und das traditionelle Schnitzelwettessen. 42 Stück wurden herausgebraten, für drei Leute. Ich wurde vom Wettbewerb natürlich ausgeschlossen und es blieb auch kein noch so kleines Schnitzel übrig.
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14.1.2010
Müde aber nicht kaputt und auch nicht sehr. Eigentlich war heute ein schneller Tag. Das Referat durften Felicitas und Franka dann doch nicht halten. Auf nächste Woche verschoben. Die Nachtschicht war also umsonst. Zumindest der Teil mit dem Referat. Nach der Uni gings dann ins Europa auf ein Süppchen. Ich finde es dort allerdings immer viel zu eng. Um einen Tisch zubekommen muss man entweder reservieren oder wirklich Glück haben. Man kann natürlich auch an der Bar (deren Barhocker viel zu niedrig um gemütlich an dem hohen Pult zu sitzen) bei einem Bier darauf waren, dass vielleicht irgendwann etwas frei werden könnte. Danach gings jedenfalls auf eine Vernissage in der Westbahnstraße. ADVANCED MINORITY CUBICLE – contemporary artspace, 80 Arbeiten von Matt Cipov werden gezeigt. Die Ausstellungs Räume sind schön, die Cocktails gut, das Essen gut. Die Bilder überzeugen uns nicht ganz. Das gesellschaftskritische (so werden sie beschrieben) können wir größten Teils nicht erkennen. Es sind nette Illustrationen, vielleicht ein bisschen starr. Die Afterparty in der Schon Schön Cocktailbar besuchen wir nicht und ziehen statt dessen weiter. So schön und einladend finden wir sie dann nämlich doch nicht.
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13.1.2010
Ich kämpfe mich langsam vor. Mittwoch also. Ein langer Unitag. Am Schluss noch bei der Diplompräsentationsgeneralprobe mitgehört. Interessant. Eines sehr gut und einwandfrei präsentiert, das andere weniger beeindruckend. Das steht uns allen wohl auch bald bevor, das Diplom. Ich bin gespannt. Danach bei Ioana kochen und Referat schreiben. Den Abschluss findet der Abend mit einem Film. “The blind side”. Netter Film. Um 4 Morgens kommen wir endlich heim und um 5 ins Bett. Gut dass wir morgen so früh aufstehen müssen.
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12.1.2010
Ich habe heute keine Lust auf Englisch und ich muss mich entschuldigen. Den Eintrag vom 12. am 15. nachzuholen, das sollte ich mir schnellstens wieder abgewöhnen. Ich muss gestehen, ich hatte die beste Internetverbindung, genügend Zeit aber einfach keine Motivation. Das liegt aber auch daran, dass es einfach nichts Interessantes zu berichten erzählen gibt und wenn das der Fall ist, dann ist man eben nicht so freudig am schreiben. Das macht einfach mehr Spaß und Freude, wenn man auch irgendetwas erzählen will. Ich habe das meiste natürlich auch schon wieder vergessen. Ist ja nur natürlich bei meinem Hirn. Außerdem, was war denn nun am Dienstag, was am Mittwoch und was gestern? Ich kann mich nur daran erinnern, dass in der Semiotik Vorlesung eine Geschichte begonnen wurde, die soweit sogar ganz gut klingt, allerdings ein bisschen absurd ist. Aber ich finde es sehr Löblich, die Zeit während der Vorlesungen einmal positiv zu nutzen, wenn man schon nicht lange zuhören und mitschreiben kann. Sonst fällt mir nichts ein zu Dienstag. Aber ich kann noch anbringen, dass ein paar Leute ganz dringend ihre Schlafenszeiten ändern sollten!
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11.1.2o10
First day in university again. Why are those always the hardest. Maybe because you know it just started again and it will take a while till the next holiday, or maybe because you are just so used to going to bed somewhen during the night as long as it is not to early and sleep into the day as long as you want. First days are always just so much force to not fall asleep during the lectures. I didn’t manage to control my sleeping behavior today in class, I didn’t even bother to. Why should I? All the Professors are expecting me to not listen, and I don’t until it’s interesting. Most of the times it just bores me to death. The afternoon class was ok though. Students presented their work, that’s always a bit nicer to listen to. My two Luntistengirls did present to. It went okay, but a lot of work is coming up. Around 4 pm we couldn’t stay for longer and skipped the last lecture (it was about drawing, everybody has to draw cans in all different techniques every lecture every week.) So we walked home and spend the rest of the day with colleges. Was a nice evening. There was an attractive woman joining us as well. Unfortunately she was a little snappish and not at all interested in me. Wonder why, I think I’m not to bad looking.
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10.1.2010
I really enjoyed today. It was so funny. I know it’s a bit mean but normally I’m hot, sweating like hell. Today Franka tried to worm up, cuddling under a red blanket and I felt perfect. We had spent hours outside in the Prater again. I can tell it’s amazingly beautiful at the moment (guess I sound like a girl right now). We ran around for hours before taking a walk trough the city (with a nice icy wind in back) just to reach Luntika after quit a while again. We cleaned up, well Franka did, and enjoyed being there again. Also we did some grounding on linen, so the next time we will come it will be just ready to be painted. After an hour or two there, Franka was freezing so bad that we went over to Alexs place, and now here we are. I’m feeling perfect and soon we will have to leave again into the cold. Can’t wait.
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9.1.2010
I forgot to write yesterday, but now it’s too late. I forgot everything we did yesterday. Also I wonder why I started to write in English. I think it happened in Slovenia. But anyway I like it now. Think I will continue for a while like this.
Today was good so far I would say. We were in Brunn again. Had some amazing food as always when we are there. And now we are back in Vienna, having the 5. christmas party in the last weeks. This one is special though. It’s the Luntisten christmas celebration. Unfortunately I have to keep all the details secret, so I can tell you nothing more about tonight.
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7.1.2010
I was wrong, they were in the bathroom and only half naked. Thought they would never come out again. I didn’t join them, I was to tired since it was 3 in the morning when they went in. They came out with their faces covered in black and red, wired I think, but who cares. The evening ended at 6 in the morning, but luckily we got up at 11 anyway. We had a good walk and did some foodshopping. That already made my day. You can’t imagine how foodempty this flat was. Honestly, it’s terrible. Afterwards we, no Franka started cleaning our flat. Cleaning ended up in decorating and so I happened to get my own garden in the flat (with disgusting fake gras!). Anyway it’s really nice! So now the flat still has to get cleaner. We will see. Hope this night isn’t going to last forever again.
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6.1.2010
Today is amazing. I love today! I love snow! At least if it is that beautiful. We spend hours in prater, rolling around in the white snow. A huge bulldog looking more like a malformed calf was hunting me, luckily they can’t run for long. Later on we left the amazing park and went to a meeting. There was a presentation of some interesting projects from culture circle. Franka was motivated, I puked on the floor (not because it was so bad, but I thought it was a great idea to eat salty snow from the street. mhhh!) After the walk home, which took as incredibly long because Ioana and Franka had to pee so badly and I wanted to eat more salty snow (haven’t puked in Frankas flat so far), they are painting now, while enjoying whisky. Lets see how this evening is going to end. Maybe we will end up dancing naked in the snow. Hope so. That would be fun. Think I will make the girls drink more.
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5.1.2010
This day I can totally nominate as the food day. We had hog roast. Lovely, tasty pork. I ate everything I could find. As appetizer I had a package of butter, soup, cat food and ham and then some amazing slices of the meat. Ate it with the bones and everything. It was just too good for leftovers. Dessert was a malakoff cake and cookies. Delicious. What a great day. After the good dinner we drove to vienna through huge snowflakes and icy wind. Felt good to finally come home after a week.
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4.1.2010
It’s starting to bore me here. Brunn seems to be a nice little village, but very very still and calm. i don’t want to say I miss Vienna, I don’t. But then I miss our flat and my nice little pillows. I miss running around all day. I miss the Prater area, where I sometimes meet friends and more often strangers I end up talking to and on some really nice days I also meet some worthy adversary. You know, like those you hate from the first second you see them. In Brunn you don’t meet a single person on the street. It’s hard to spot a single living creature when you take a walk. But today was a good day. Calm again with a lot of discussions and fights within this family. Franka and Margret were arguing all day long, joined later on by Ingo, Momo and me. The day ended with me puking all night long, wonder why. Can’t remember everything I ate so guess I won’t find out.
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3.1.2010
We just got Franka from the train station. She looks totally wasted and smells like shit, but I’m really happy to have her back. Just got a little worried when she nearly fell when i jumped on her. Girl, you lost all your muscles in London? Or your balance? A ok, so the whole group of 14 made party for some days in London and you all had no time to sleep before the flight. Well happens. Anyway we are laying around now. Watching tv, having good food, taking a walk and so on. Everything very quiet and calm.
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1.1.2010
I think this is going to be the worst year ever. I woke up with a painfully dinning head, big as a pumpkin. My plate with food empty. Next to me snoring my ugly brother. Perfect! Could it start worse? Guess it could. Actually it got a little better later today, and I tried to keep up with this new years eve stuff. Like I made a list of things I would do better this year, like try to get better in stealing food, pee in every corner of my university, get a girl, sleep more, loose two kilos, try to write better diary entries, that are not completely boring and not about stupid lists nobody cares about.
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31.12.
Jeay last day of 2009. Was it a good one. Well I think so. Partly. But I didn’t want to let it end like this. I tried to set some records. First I made the “How many nuts can you break with your bare teeth in a few minutes?” Managed 37 in two minutes. After that I had a lot of nuts to eat, so dinnertime. Took me a lot more time to sort the nutshells out. I also managed to make some other records, but they are mainly about pee and feces (I could already say scat) so I won’t tell you more about them. in the evening we had a lot of guests coming and Magret and Ingo made some amazing food. Short before midnight we had Felicitas on the phone, I was happy to hear her voice after so long and a bit later Franka called from London. Then it was twelve. Cheers. Hurray! And the fireworks lightened up the sky. What a pity that it has to be so loud. i think I could have actually liked it, not this way though, definitely! All the loud banging just made my head wanna explode. Happy new year to everybody!
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30.12.
It’s a nice super cold day, I was strolling trough the woods, feeling perfect. My feet were barely touching the frozen ground, I think it must have looked as if I’m nearly flying or sliding. In my spinning head I could just smell her. Her meaty breath. Her hair. Delicious. I thought it was just a saying, but now I know, how important scents are. When I turned around the corner I had to stop, there she was, sitting in the white snow, her beautiful shaped legs crossed sexy in front of her. The ears standing wide and pointy towards the sky. I sprinted towards her, I was so horny, we would have had never ending sex,… That was what I was thinking all day. Unfortunately I’m never allowed to stop when we walk past her, but you know I can still imagine. I think I’m close to falling in love. What I did for real: brother fighting, food stealing,… but to be honest, I haven’t slept at all this night, and I really don’t wanna write right now, bet you can read this out of my boring text. So good night.
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29.12.
We again go into this fucking car. 2 hours late in time. 3 hours of boring stressed driving. We make it first to family dinner anyway. Next time we will take a longer break or two. Anyway, was a nice cometogether. I had Eddie following me everywhere and the nice smell of salmon in the nose. I think it was filled with oranges and dilldip, vegetables and potatoes to go with it. Franka is kissing me good bye later on, and i know, we won’t see before the 3rd of January. Kind of nice for a break.
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28.12.
So today it is still Katjas birthday. Some people sleeping in the living room, a bottle of vodka left. How could that have happened?? Maybe they forgot to check the freezer when they were drunk or they just had enough. Still strange though. We start the day with an amazing breakfast and slowly the girls are recovering. Sight seeing tour. I hate it. Girls love the shops. A lot of interesting (expensive) fashion. I have a cold and i think it’s the first time ever that I hate the cold. I think its the first time that i actually feel cold. Girls are drinking wine again I feel shitty.
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27.12.
I was sitting in the car with this two wirdos for three really long hours. Outside nice scenery passing, changing quickly. Unfortunately it was already dark when we crossed the slovenian border. We enterd Ljubjana around 5 pm, but searched for Katjas house for another 30 minutes. Stupid Franka had neither address nor map so it seemed impossible. But as always we were lucky. We came into a house totally in gold, silver and red. People running around in corsages and nice dresses. There were people wearing masks. Franka had a bird, roses, feathers and a lot more in her big hair. A nice party, but I preferred to sit outside by myself instead of drinking and talking. I didn’t forget to wish Katja a happy birthday though. Actually I was the first one. Katja said I’m the only man she likes. That’s some nice compliment, isn’t it?
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26.12.
Und schon wieder Besuch. In diesem Haus wird es wohl nie still sein. Aber das mag ich auch. Und Gäste haben auch immer so ihre Vorteile. Beispielsweise wird da immer voll aufgekocht! Ja und jetzt heißt es packen. Wir fahren nämlich morgen früh nach Slowenien.
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25.12.
Und mehr Essen. Viel mehr Essen. Franka und ich streiten um die Schwateln, sie bekommt wie immer fast alle. Aber das macht mir diesmal nichts. Bin noch friedlich gestimmt und habe außerdem meine ganzen angestauten Agressionen an meinem Bruder ausgelassen. Wie immer. Das tut gut. Aber zurück zu heute. Verwandtschaftsbesuche und danach haben wir uns einfach nur vom Fernseher berieseln lassen.
Lunt
24.12.
Oh du fröhliche, ja feucht und fröhlich. Anfangs aber still und heimlich, dann duftend schmackhaft und natürlich zwischendurch großzügig und friedlich. Ja heute wurden hier alte Streiterein verdrängt und so bin ich heute neben meinem eierlosen Broder vorm Weihnachtsbaum gesessen und habe mich gewundert, warum man statt dem ganzen alten Kitsch nicht einfach leckere Sachen draufgehängt hat. Außerdem ist heute nicht nur die 3,40 meter Tanne geschmückt sondern auch neunzig Prozent der Fußgänger sind heute wie Christbäume an mir vorbei spaziert. Aber genau das bringt unter anderem jedes Jahr die weihnachtliche Stimmung. Außer dem noch die vielen Weihnachtslieder die in Dauerschleife laufen und natürlich die winterlichen acht Grad plus. Im großen und ganzen ist die Stimmung aber soundso erst kurz vor der Bescherung geschaffen, oder wenn das gute Weihnachtsessen die ersten Duftwolken durch die Wohnung schickt. Bei uns gabs zuerst Essen. Gans mit Rotkraut und Knödel. Ich könnte ja alleine eine Gans samt Innereien und Knochen in wenigen Minuten aufessen, ohne auch nur den kleinsten Gansrückstand zu hinterlassen (und ich nehme Einladungen zu Wettessen gerne an!!!), aber so läuft das eben nicht und so hat das Essen eine gute Stunde gedauert. Ich hab erst am Schluss eine kleine Portion bekommen, die mehr lächerlich war als sonst irgendwas. Dann hat das Christkind auch bei uns dem Konsumwahn alle Ehre gemacht. Die Mädls wurden mit Geschenken überhäuft. Ich hab auch was bekommen. Nachdem die Geschenke ausgepackt waren, sind Franka und ich natürlich gleich weiter. Tradition ist es nach der Bescherung, und dauert sie noch so lange, noch auf die jährliche Weihnachtsparty in Wr. Neudorf zu gehen. Ein langer Tag also. Hinlegen und ausruhen durfte ich mich erst um 5 Uhr morgens. Ich befürchte schon, diese Ferien werde wieder keine Erholung. Aber Weihnachten war schon mal ein guter Anfang.
Lunt
23.12.
Morgen ist es so weit, aber schon heute gibt es die ersten Geschenke. Ioana und Alex haben mir beispielsweise ein Lammripperl geschenkt.
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22.12.
Ja ich weiß, Weihnachten ist die Zeit der Familie, der Ruhe, der Besinnlichkeit und so weiter, aber ich weiß nicht. Auf meine Familie kann ich großteils soundso das ganze Jahr verzichten, meine Mutter ist ja ganz erträglich aber mein beschnittener schwuler Bruder und das die ganzen Weihnachtsfeiertage? und nicht dass man sich zu Weihnachten (warum auch) mehr bemühen würde. Nein, es gibt in Unmengen Essen, sogar für mich, aber da beginnen dann erst recht die ganzen Streiterein. Und was des weiteren gar nicht in die Planung der letzten Tage des schönen Jahrs 2009 passt ist, dass es jetzt schon wieder plus 8 Grad hat.
Naja ich will ja nicht die ganze Stimmung ruinieren, also halt ich jetzt einfach mein großes sabberndes Maul.
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21.12.
Heute war nicht viel. Ich war in Brunn. Kurz spazieren. Ein bisschen mit meinem Bruder streiten und essen. Franka hat sich in der Zwischenzeit wieder in der Luntika Frostbeulen geholt. Steht ihr gut. Dann am Abend ist sie rausgekommen um mit mir kurz zu spazieren und Besprechung abzuhalten nur um dann gleich wieder nach Wien abzuhaun. The deseased biscuit haben eine Vorstellung im U4 gegeben. Bei uns hat es währenddessen Feuerzangenbowle gegeben. Das wars für heute. Ich bin müde und schaue schon viel zu lange fern.
20.12.
Abends in Wien, nein ich hatte keine Lust. Wien ist zur Zeit ja einfach nur ein graubraun bis schwarzer Haufen Gatsch. Wer fährt schon gerne in so eine Stadt. Da helfen auch die ganzen kitschigen Weihnachtsdekorationen nichts, die wirken neben dem salzigen Brei eher lächerlich. In manchen Städten streuen sie ja nur Kies. Schön wenn die Straßen weiß bleiben. Da findet man dann die ersten Schneeflocken herrlich und nicht grausam. Soviel zum schwarzen Wien, ich wollte mir das auf jeden Fall nicht antun und bin dann doch in Brunn/Geb. geblieben. Ich muss allerdings zugeben, dass hier auch nicht weniger Drecksuppe auf der Straße rumschwimmt, man kann aber besser ausweichen. Genug kleine “naturbelassene” Schneewege. Ja schön hier. Kein stress. So aber es ist drei Uhr morgens und ich schreibe nur über das Wetter. Also gute Nacht.
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19.12.
Ich schlage hier draußen einsam die Zeit tot, oder versuche es. Der Boden ist kalt und hart, was ich teilweise ja ganz angenehm finde. Der Schnee hat schon eine kleine Decke über mich gelegt. Ich glaube es sieht richtig schön aus, wie ich hier liege im weißen Weiß. Hin und wieder kaue ich an einem alten Knochen und versuche die letzten stinkenden Fleischfetzen herunter zu beißen. Meinen Blick wende ich allerdings nicht von der Eingangstüre. Da drinnen ist nämlich mein schwuler hässlicher Bruder, der sich gerade bei Franka einschleimt. Vermutlich drückt er gerade sein Gesicht in ihren Bauch oder legt es in ihren Schoß dieser Mistkäfer. Nur damit er wieder ein bisschen an den Ohren gezogen wird. Ich könnte ihm die Eier abbeißen. Vielleicht sollte ich das auch wirklich gleich machen, aber irgendwie habe ich ja doch sogar Mitleid mit dem armen dummen Depp. Der ist nämlich sogar beschnitten worden und eigentlich gar kein richtiger Mann.
So war das also heute, ich hinausgesperrt, mit wachsendem Hass gegen meinen Bruder. Franka ist irgendwann abgehaut. Punsch, hat sie nur gesagt und elegant angezogen war sie. Ich wieder alleine. Toll. Ich freu mich ja schon nochmehr auf die Feiertage, wenn jeder so schön wird wie dieser.
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18.12.
Heute hätten eigentlich Weihnachtsgeschenke produziert werden sollen. Naja begonnen wurden auch ein paar Sachen. So richtig weitergekommen ist man allerdings nicht. Ich habe mir auch schon überlegt, was ich so den ganzen Freunden zu Weihnachten schenke. Eigentlich würde ich so einen Blödsinn ja gar nicht mitmachen, aber ich will ja auch so viele Geschenke wie möglich. Ich habe mir gedacht, nachdem Franka meine Scheiße immer einsammelt, vielleicht mache ich ihr einfach einen extra super großen Berg. Man kann ja auch den Geruch der Ausscheidungen beeinflussen, muss man nur ein bisschen gezielter essen. Wenn man ein bisschen genauer daran riecht und sie konsentriert, dann kann man meist sogar ein paar Stunden nach dem Legezeitpunkt noch bestimmen, was der Scheißer zuvor gegessen hat. Manchmal kann ich, aber das liegt daran dass ich einfach besonders gut darin bin, sogar sagen in welcher Reihenfolge die Dinge gegessen wurden. Aber zurück zum wundervollen Weihnachtsthema. Ich habe also überlegt, Franka eine Weihnachtsscheiße zu schenken und damit war ich auch schon wieder am Ende meiner Kreativität. Ohne Geld und ohne jegliche Materialien kann man ja auch schwer Geschenke machen. Ja ich könnte in den Wald laufen und schönes Holz suchen und daraus mit meinen Zähnen etwas schnitzen, weil Messer hab ich ja auch keines. Naja also so endeten meine Weihnachtsüberlegungen. Der Tag allerdings endete nicht. Wir kamen nämlich zu einem Fernseher. Wer Franka kennt der weiß, es gibt kein losreißen. Wer braucht schon schlaf, es ist ein Fernseher!
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17.12
Heute warn wir wieder in der Luntika. Von dem Hexenfest ist es allerdings immernoch etwas verwüstet in unserem Atelier. Aber wir haben eine Serie von Aquarellen verkauft. Danach gings noch auf die Uni. Sonst war gestern eher ruhig. Ich bin zur Zeit etwas schreibe faul, der Weihnachtswahn macht mich müde.
Sonst gibt es noch eine traurige Nachricht. Wir mussten der Druckerpresse absagen. Leider. Das Metallmonster wird jetzt wohl verschrottet und die Mädls müssen weiterhin improvisieren. Der Transport ist schon abgeblasen und alle enttäuscht. Aber wer weiß, vielleicht bietet sich bald wieder eine so gute Gelegenheit.
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16.12.
Heute ist ein Student der Angewandten verunglückt. Er ist beim Versuch ein Banner abzunehmen abgerutscht und abgestürtzt. Vom 5. Stock. Mein Beileid an alle Freunde und Nahestehende.
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15.12.
Ein endloser Tag daheim. Franka ist krank und ich darf deswegen die Wohnung auch nicht wirklich verlassen. Nicht sehr fair wie ich finde, aber was ich finde ist soundso meistens egal. Leider. Dafür wurde ich heute futtertechnisch verwöhnt. Zwei Knochen mit ein bisschen Fleisch drauf, ich liebe es wenn es so kracht und grammelt und eine Portion fertig Einheitsbrei aus Fleischresten und anderen Abfällen, trotzdem schmackhaft.
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14.12.
Von nun an bis Weihnachten heißt es wohl wieder Uni und zwar viel, schließlich haben wir die letzten Wochen ein wenig verpasst. Heute war sonst nicht viel. Uni Uni und danach haben Ioana und Franka den twilight Teil 2 angeschaut. Ich musste mir die schrecklich langweilige Schnulze natürlich auch ansehen. Endlos viel herumgesülze, einfach langweilig anzuschauen und zu Ende des Filmes hat man schon Agressionen gegen die so ziemlich alle Figuren. Aber naja, angeblich hat es sich schon im Buch recht dahin gezogen, der Film ist dann eben wie so oft noch eine Nummer schlechter. Wenigstens war das essen heute gut. Ein großer Topf Rindsuppe mit Knochen und viel Fleisch, so wie es gehört. Manche Leute sagen ja sogar, dass solche Suppen bei Krankheiten Wunder wirken. Naja schaun wir mal ob Franka morgen wieder fit ist, sonst muss ich dieses Gerücht leider widerlegen. Obwohl ich es ja schön fände, wenn so gutes Essen hilft.
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13.12.
Heute heißt es nur schlafen. Wie schön das ist, einmal ganz viel schlafen. Nur schlafen. Und zwischendurch essen. Aber wir müssen auch noch in die Luntika. Aber jetzt schlafe ich mal weiter. Muss ja Schlaf von den letzten Tagen und Wochen nachholen.
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12.12.
Nachdem ich die letzten Tage nur zu Zeiten zuhause war, an denen ich keine Internet Verbindung mehr habe, kann ich heute ja einiges nachschreiben. Gestern auf jeden Fall, war ein anstrengender Tag. Zu unchristliche Morgenstunden aufstehen. Mit dem Auto zur Luntika fahren. Parkplatz blockieren. Bilder hängen. Und zwar den ganzen Vormittag. Ein Geschäft nach dem anderen. Sehr mühsam, finde ich, aber die Mädls waren zum Glück eh recht flott unterwegs und am frühen Nachmittag ist dann auch schon Hilfe gekommen. Ja und so gings bis 4. Dann war alles fertig. Fast zumindest und die ersten Leute sind auch schon gekommen. Es hat nach Glühwein gerochen und nach Hexen. War ein gutes Fest. Um halb 4 morgens warn wir endlich daheim und sind nur noch ins Bett gefallen.
Lunt
9.12.
Morgens Siebdrucken und danach gleich in die Luntika. Dort haben wir Ioana getroffen und Magret ist auch vorbei gekommen. In der Malpause gings ins Glaisi Beisl. Tafelspitz mit Apfelkren und Wurzelgemüse. Vorzüglich, sehr empfehlenswert, eine Portion von der man satt werden kann und das ist bei Tafelspitz schon eher schwierig. Als Nachspeiße Grießknödel mit Zwetschkenröster. Auch gemundet. Ioana denkt jetzt außerdem, dass ich schwul bin, nur weil ich einem anderen den Schwanz geleckt habe, solche Vorurteile (nicht das es mich stört als schwul bezeichnet zu werden! Ich lecke Mumus so wie Schwänze, diese Düfte bringen mich einfach um den Verstand.) Aber egal, dies ist ein Tagebuch und kein Comingout-/Cummingblog, also zurück zu meinem Tag. Ich durfte nach den Tafelspitzschwaten einem lustigen Gespräch folgen. Die Mädls wurden nämlich in Grund und Boden kritisiert, ausnahmsweise einmal nicht ich. Das genießt man schon, aber danach mussten einige Biere her und so gings auch schon ins nächste Beisl. Ins Käutzchen. Ebenfalls gute Küche. Das wars auch schon wieder.
Lunt
8.12.
Frühstück bei Felicitas, danach Kübel schleppen in die Luntika. Ich als richtige fauler Mann hab natürlich die Mädls tragen lassen. Angestrengt davon war den Mädls dann nicht einmal so kalt in dem eisigen Räumen des Ateliers und sie haben gleich zu werken begonnen. Zur Zeit sind nämlich ein paar große Schinken in Arbeit. Der Fußboden wird auch von Tag zu Tag bunter. Aber die Zeit läuft. Noch so viel zu tun, und nurnoch vier Tage. Die kann ich nur hoffen, dass die Mädls jetzt nicht auch noch krank werden, bei so wenig Schlaf, so viel Kälte und nochmehr Viren, die grade so kursieren. Am Ende bekommen sie jetzt noch eine Grippe, am besten die Schweinegrippe da ist das Fieber auch schön hoch und dann bleibt die ganze Arbeit an mir hängen. Nein dann wird einfach abgesagt. Soetwas tu ich mir ganz sicher nicht alleine an. Aber egal, die Möglichkeit besteht einfach nicht. Und am Samstag machen wir ein tolles Fest.
Lunt
7.12.
Dieser Tag stand ganz den Hexen zu. In der Luntika haben wir geschafft und gefrohren. Also ich nicht, aber die Mädls. Voll Farbe und müde sind wir dann spät Richtung heimwärts gegangen und jetzt endlich daheim. An die Highlights des heutigen Tages kann ich mich im Moment nicht erinnern, zu müde. Aber ich habe heute vier riesige Kackhaufen vollbracht, das muss doch erwähnt werden. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Scheiße in mich passen würde. Wer weiß, wenn ich gestern noch mehr gegessen hätte, vielleicht hätte ich dann sogar sieben geschafft.
Lunt
6.12.
Nachdem heute Nikolas war/ist widme ich diesen Eintrag einfach dem guten alten Herrn. Dank ihm habe ich heute zwar nichts bekommen, aber die Mädls sind in guter Laune. Franka hat sich den Bauch gefüllt so prall es ging und danach noch über ihre Geschenke gegrinst. Schon ein schöner Tag. Ich hätte auch so ein paar Wünsche gehabt, stattdessen wurde mir eine Portion trockenes stinkendes Essen serviert, wie jeden Tag und ich mit einer langen engen Autofahrt beschert. Dabei waren meine Erwartungen nicht zu hoch. Ich habe auf ein Blatt Schinken gehofft und auf wenigstens die Flachsen von Frankas Fleisch. Nein dieser Feiertag kam mir eigentlich so überhaupt nicht zu Gute. Aber es soll schlimmeres geben.
Lunt
5.12.
Früh aufstehn hieß es heute. Schnell hinein in die Strapsen und ran an die langen Nasen und Falten. Ja heute wurde wieder gesext. Um die Mittagszeit wurde schon versucht die Luntika mit Kerzen zu erwärmen und ein wenig romantische Stimmung zu erzeugen, denn die zwei Hexenweiber erwarteten sieben Jünglinge um zu verführen. Fotos dieses Spektakels gibt es dann ja schon am Samstag zu sehen. Aber auch ich musste mich heute nicht zusammen reißen. Für mich kam auch ein Weibsbild mit. Allerdings schon ein etwas älteres Modell und die sind meist nicht ganz so leicht rumzukriegen und des öfteren ein wenig zickig. Ich hatte trotzdem meinen Spaß.
Lunt
4.12.
HA! Ich sitze in meiner Ecke und kaue an der letzten Rolle Klo Papier. Jetzt erschwere ich mal den Mädls das Kacken. Mehr sag ich nicht.
Lunt
3.12.
Wir haben Holz bekommen, morgen bekommen wir noch mehr davon. Außerdem bekommen wir morgen auch schon die Halteverbot Schilder. Weiters haben wir heute die Poster abgeholt. 2 große Poster, um 72 Euro. WIr brauchen eine neue Druckerei. Das ist zuviel und dauert zu lange. Und dann haben sie auch noch dazu einen bisschen anderen Farbton gedruckt als den den wir ihnen geschickt haben. Ist ok, schaut trotzdem gut, nein schaut zufällig sogar besser aus.
Sonst war gestern nichts großartiges. Aber definitiv nicht so ein langweiliger Tag wie der 2.!
Lunt
2.12.
Was soll ich von heute berichten – ich habe etwas Farbe gegessen beim Siebdrucken, ich habe den Unihof an allen Ecken gesehen, ich habe einen halbvollen Becher Joghurt im Klassenraum gefunden und verzehrt, ich habe alle alle Flecken auf Ioanas schwarz weißem Kuhfell gezählt und versucht alle Gerüche zu bestimmen, die dieser Teppich trägt, ich habe bei Frankas Referat gut geschlafen, … ich habe wirklich versucht mich mit allem zu unterhalten, aber es war einfach ein langweiliger Tag heute. Ich bin schon gelangweilt aufgewacht und vermutlich gehe ich auch bald gelangweilt schlafen. Hoffentlich verlassen wie die Wohnung heute nicht mehr, aber Franka zieht sich gerade die Schuhe an. Das ist kein gutes Zeichen.
Lunt
1.12. – Vogel tot und andere Freuden
Franka und ich haben heute einen Vogel getötet. Hat mir gefallen Franka nicht, diewar nachher ganz bleich. Zuerst hab ich ihn erwischt. Der blöde hat hüsterisch gepiepst. Franka hat mich dann weg gezogen und geschimpft. Dann hat sie selbst weiter gemacht, nachdem Ioana und Franka den halbtoten Vogel besprochen haben. Sie hat eine Flasche Grünen Veltliner vom Weingut Hiedler aus Langenlois (natürlich eine leere) in die Hand genommen und mit voller Wucht drauf geschlagen. Da war er auch schon tot. Ich hätte ihn ja lieber gegessen, aber nein da sind die Frauen anders. “Ma so ein liiieeeeber Vogel.” Das war trotzdem mein absolutes Highlight heute. Die Mädls freuten sich mehr über noch mehr Auslagen, die wir am 12. verwenden dürfen (darüber freue ich mich wiederum nicht so sehr, heißt schließlich weniger Schlaf) und darüber dass die Flyer endlich in Produktion sind, außerdem haben wir auch schon ein Werk angebracht. Es läuft also soweit noch alles gut. Schaun wir wies weiter geht.
Lunt
30.11.
Was für ein Tag. Nach einem kurzen Besuch auf der Uni sind wir in die Breite Gasse gefahren. Dort haben wir nämlich heute unsere Verhandlung gahabt. Und es ging alles gut. Jetzt heißt es nurnoch produzieren und zwar schnell, viel und gut. Deshalb schreib ich heute auch nicht lange und gehe Essen, weil mit leerem Magen braucht man gar nicht erst anfangen irgendetwas zu tun.
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29.11. – pfui Weihnachtsstress in Wien -
Und wieder zurück in die Großstadt. Im Zentrum wimmelt es von kaufgeilen Menschen, die auf den Christkindlmärkten sabbernd vor den Kitschbuden stehen. Wir schlendern durch den Spitelberger und beobachten das Treiben. Der Versuch den Gestank eines Seifenstandls mit meiner Pisse (die ich schön auf dem gehängten Reisig verteile) zu besänftigen, geht schief. So schnell es geht boxen und ziehen wir uns aus dem Gedrängel und versuchen den Gedanken an Weihnachtsgeschenke wieder aus dem Kopf zu drängen. Am Heimweg passieren wir noch einen Markt. Am Karlsplatz haben sich unzählige Ständchen aufgebaut, die aber bei weitem geschmackvollere Dinge anbieten. Leider aber auch in einer anderen Preisklasse. Wir schauen nicht lange, sind ja noch ein bisschen über drei Wochen bis Weihnachten.
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28.11.
Ein ruhiger Tag. Ich liege hauptsächlich herum und genieße die Stille. Spiele ein bisschen mit meiner Mutter und auch mit Frankas Schwester, Astrid. Hin und wieder bewege ich meinen Kopf um mir Futter in den Rachen schieben zu lassen.
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27.11. – Hexensex im Angebot -
Ich habe nur Geschichten gehört, was die Mädls heute gemacht haben. Tagsüber war ich noch bei ihnen. Da waren sie wie in Zeitlupe. Haben Alugraphien gedruckt. Dann bin ich nach Brunn am Gebirge geflüchtet. Die Mädls haben unterdessen wieder ihre langen Nasen aufgesetzt und sie verunstaltet. Das alles nur um sich danach in Wiens Lokalen und Straßen anzubieten. Hexensex, 50 Euro für eine halbe Stunde. Wer will. Niemand. Obwohl die Mädls wieder einmal freizügig unterwegs waren und ihr Zuhälter beste Arbeit geleistet hat. Ein paar freiwillige haben sich dann aber doch noch am Herrenklo von den Hexen überraschen lassen. Den weiteren Verlauf des Abends spare ich mir hier zu schreiben, schließlich war ich ja nicht einmal dabei. Jaja so schnell wird man abgeschoben. Frauen fühlen sich einfach so schnell eingeschränkt.
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26.11. – Friss oder Stirb zu Ehren von Ioana Cornea -
Was für ein langer Tag. Morgens früh auf. Siebdrucken. Dann noch mehr Uni. Aber ab Nachmittag wurde es dann spannender. Fitsy und Franka haben zuerst den Flyer für die HexenGasse weiter bearbeitet. Bald bald bald wird es was mit ihm. Und dann haben sie begonnen sich zu schminken. Schwarze Augen. Die Haare auch. und ein Muttermal rechts unter den roten Lippen. Perfekt. Ioana 1, Ioana 2, Ioana 3, das Original dann erst beim Stammtisch getroffen. (Fotos kommen übrigens gleich rauf! Diesmal dauerts nicht so lang!) Eine gute Runde. Das Essen wie immer hervorragend. Die Biergläser wurden außergewöhnlich schnell geleert. Eine Runde Schnaps für alle. Aber damit kann man den Abend nicht enden lassen. Warum nicht noch weggehen? Ich wurde überstimmt und die Ioanas marschierten los, mich nachziehend, ab zur ViennaPaintParty. Da freun sich die Mädls. Cocktails für alle. Gratis natürlich. Die Augen leuchten. Ich zieh mich zurück, neben den Mistkübel und suche darin nach Essensresten. Manche Leute lassen nämlich massenweise Essen auf den Pastiktellern übrig. Eine verschwenderische Unsitte, wie ich finde. Heute wird die Nahrung einfach wirklich nicht genügend geschätzt und gewürdigt. Also opfere ich mich. Wieviele Keime und Speichelreste ich mit esse, ist mir egal. Es schmekt vorzüglich. Besser als vom Teller. Die Mädls widmen sich lieber dem Alkohol. Irgendwann gehts Richtung heim. So ganz schaffen wir es aber nicht und weitere zwei Stunden später stehen wir endlich vor der Haustür. Ich lasse mich auf den Boden fallen und schlafe. In ein paar Stunden heißt es ja schon wieder drucken.
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25.11.
Nach ein paar Terminen in der Breite Gasse, ab nach Hause. Franka freut sich auf ihre Zahnbürste, ich mich auf Essen. Dann schaffen die Mädls. Es müssen bis morgen Poster her und ein Ausstellungskatalog, für ein Projekt auf der Uni. Nachdem das nach endloser Arbeit (und ich meine Endlos, denn mit diesem Internet, das meistens nicht vorhanden ist und einem Rechner der für alles länger braucht, dass man sich eigentlich nach jedem Klick einen Kaffee machen könnte und immernoch vor dem Computer fertig wäre. Naja ich will hier ja nicht abschweifen und schimpfen, aber sowas kann schon aufreibend sein.) halbwegs erledigt ist, werden wiedereinmal Pornos geschaut und es wird gezeichnet. Der Schwanz, das Produkt des gestrigen Abends, sieht schon ein bischen mitgenommen aus und hat einen leichten Knick und einige Risse, aber das lässt sich sicher wieder kitten. Alles also rundum gut hier. Und die Wohnung ist auch außergewöhnlich aufgeräumt heute.
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24.11.
Wir warn am Amt, bei der Ma, ja jetzt ist es schon fast ämtlich. Danach noch im Polartoit shop und im Hotel. Weiter gings bei Franka. Schwänze aus Plastilin formen und auf Besen montieren. Das perfekte Sexspielzeug für Hexen die gerne reiten. Leider härtet das Plastilin nicht, ob das einem Gebrauch im Weg steht weiß ich nicht. Mal schaun was sich die Mädls noch einfalln lassen. Danach gute Küche in einem Slow-Food Restaunt. Franka ißt einen Hirsch. Ich bin auf Diät.
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23.11.
Uni war heute kurz uns schmerzlos. Und danach gings zur Felicitas. Listen schreiben im großen Stil. Morgen müssen wir nämlich zur Ma 46 oder so. Außerdem noch Briefe schreiben und Einladungen. Und weils so schön ist auch jede Menge Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten für mich. Ja ich wurde so richtig verwöhnt von den Mädls.
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22.11. – Schwanzprobleme und andere Sorgen -
Heute ist mein Schwanz nämlich ständig im Weg. Ich glaube er ist einfach zu groß. Ich habe damit heute eines unserer Gläser zerbrochen um danach gleich den halben Tisch abzuräumen. Das passiert wenn man so stürmisch ist wie ich.
Franka ißt heute schon den ganzen Tag. Das kommt, weil sie morgen ein Referat hat und nicht beginnen will es aus zu arbeiten, dann würde sie nämlich draufkommen, dass es doch viel Arbeit ist und sie die ganze Nacht arbeiten muss. Diese Erkenntnis vermeidet sie scheinbar. Das gleiche Dilemma hat natürlich Felicitas auch. Sie sitzt ein paar Häuser weiter und hat auch noch nicht so richtig begonnen. Ich mag diese Momente, hab nämlich auch ungewöhnlich viel zu Essen bekommen heute.
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21.11. – ein ganz harmloser Hexenporno
Früh morgens, nach einem Frühstückskaffee bei Ioana, Felicitas in der Luntika getroffen. Wir haben nämlich heute in der Galerie Barbara Preyer unsere Arbeiten hergezeigt und ja wir dürfen auch dieses Schaufenster am 12.12. für unser HexenSexen missbrauchen.
Danach verwandelten sich Felicitas und Franka Stück für Stück in Hexen. Zuerst wuchsen ihre Nasen. Monströse weiche Nasen, dann das Kinn. Felicitas verlohr sogar einen Zahn! Lang dauerte die Verwandlung nicht und es ging ab in den Prater. Ich lief wild umher und trug unter mit dazu bei, dass sie noch schneller ihre leichte Kleidung fallen ließen. Beobachter hätten vielleicht gedacht, dass wir hier einen Porno drehen. Ich muss allerdings klar stellen, dass es sich hier um eine Dokumentation handelt. Schließlich musste einmal gefilmt werden was lüsterne Hexen so in den tiefen Wäldern treiben. Irgendwann schafften wir es wieder aus dem Dickicht. Die beiden Weibsen schauten mehr aus wie vom Teufel gefickt als sonst etwas. Die Haut von Kinn, Wangen und Lippen in Fetzen herunter hängend, die Strümpfe zerissen. Ja man könnte sagen es war ein erschreckender Anblik. Allerdings war es mitunter amüsant die Blicke der anderen Passanten auf den Straßen Wiens zu beobachten.
Ein anstrengender Tag, wie man sich vorstellen kann, aber vielleicht ein Resultat. Wir werden ja sehen, vielleicht zeigen wir ja auch einen Film bei der Ausstellung, aber ich will nicht zu viel versprechen.
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20.11.
Uni, nach den paar Stunden Schlaf. Aber sie ist schnell vorbei. Zum Glück. Heute war ich nicht in der richtigen Stimmung. Das Wochenende hat ja sozusagen schon längst begonnen. Eigentlich schon gestern. Wie auch immer. Nach der Uni mussten Franka und ich Bilder holen aus Brunn, wurden aber mit gutem Essen belohnt. Am Abend dann wieder in Wien, malen mit Ioana. Diesmal ein bisschen großflächiger. Irgendwann gibgs dann sogar auch mal ins Bett.
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19.11.
So ein guter Tag. Finde ich. Wir waren in der Luntika, haben die Schrift für den Stammtischflyer gedruckt. Unsere kleine Andruckpresse funktioniert und die Farbe ist diesmal sogar schnell getrocknet. Danach einen Termin in der Galerie Winter gehabt. Wir haben ihnen eine Arbeitsmappe gezeigt und dürfen ihr Schaufenster für die Hexengasse am 12. 12. verwenden. Jetzt haben wir schon viel Ausstellungsfläche und es heißt wieder produzieren und noch mehr produzieren. Danach kurz Uni und dann zu der Vertnissage von Perfekt World im Inoperable.
Den Abschluss hat der Abend bei Franka gefunden. Es wurde noch gemalt und geplaudert.
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18.11.
Heute warn wir ein wenig produktiv. Hätte mehr sein können, aber auch weniger. Morgens haben wir die Flyer gedruckt. Für den Stammtisch nächste Woche. Danach waren wir wieder einmal viel zu lange auf der Uni. Danach (die kurze Erholungspause für die Mädls im Alt Wien brauche ich nicht erwähnen) gings einkaufen. Filme, Fotos, Bösner. Da geht das Geld gleich wieder weg. Sonst gibts nicht wirklich etwas zu erzählen. Die ersten Fotos werden gerade auf den Friss-oder-Stirb blog hochgeladen. Vom Schweizstammtisch. Wurde auch Zeit. Es folgen in Kürze mehr Bilder.
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17.11.
Heute haben wir es einmal geschafft in alle Vorlesungen zu gehen! Alle! Sogar Semiotik. Deshalb waren wir auch den ganzen Tag auf der Uni. Der Tag hat sich vielleicht gezogen. Danach musste ich Franka zum Frauenarzt begleiten. Mit rein durfte ich aber nicht. Dabei hätte mich soetwas schon interessiert. Und Franka hat auch noch gerade ihre Tage. So Frauenarzt sein ist sicher ein interessanter Beruf. In den Genitalien von Frauen aller Altersgruppe rumstochern, manchmal eben sogar blutig. Ich glaube das wäre ein guter Beruf für mich.
Danach sind wir ins Mac Essen gegangen. Franka eine Flugente mit Kürbisschmarren (oder so) und Magret einen Tafelspitz. Das Essen war vorzüglich, was aber auch zu erwarten ist, man zahlt ja schließlich doch eine schöne Summe.
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16.11.
Ein neuer Tag mit zuviel Uni. Felicitas und Franka mussten ihr Kochbuch präsentieren. Also viel davon gibt es ja noch nicht, sie haben, nein sie sollten jetzt einmal richtig beginnen daran zu arbeiten. Danach sofort in die Oberla. Es wird Telefoniert und geschrieben. Schließlich gibt es gleich nach der Hexenfeier, auch schon das nächste Event zu planen. Ja natürlich. Die Hexengasse. Und nächste Woche ist dann ja auch schon wieder Stammtisch, diesmal mit Gansln. Mhhh. Darauf freue ich mich schon, seit Franka Gänseknochen an ihrem Gewand herumgetragen hat. Ja Essen! Heute habe ich übrigens seit Tagen endlich wieder einmal richtiges Futter bekommen. Gut ist das, da fühlt man sich gleich besser.
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15.11.
Es gibt nicht viel zu berichten diesen Sonntag. Wir sind gerade wieder im stinkigen dreckigen Wien angekommen. Aber man freut sich doch, sobald man wieder daheim ist. Auch wenn es so aussieht wie bei uns. Das große unzähmbare Chaos. Zeichnungen bedecken den Boden, zwischendurch Malfarben und Bücher, außerdem Gewand, Kostüme, Federn, Karton, Fotoapperate, eine Schreibmaschiene und das alles bedeckt von einer Schicht meiner Haare.
Hier sitzen wir also, Franka schreibend, was weiß ich nicht und ich schlafend, die meiste Zeit zumindest.
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14.11.
Heute war ich hauptsächlich von langsamen party-geschädigten Leuten umgeben, was durchaus interessant ist. Ich hingegen bin wohl auf und fitter denn je, aber ich habe ja auch nicht wie fast alle Anwesenden dem Alkoholfluss beigewohnt. Hier herrscht aufräum Stimmung, im Garten türmen sich die leeren Flaschen. Leider gibt es wenig Überreste was das Essen betrifft. Nachdem ich den Tag also gut überstanden habe, sind Franka und ich gegen Abend wieder aufgebrochen um nach langem Fußmarsch einer Punschfeier in einem kleinen Schrebergartenhäuschen bezuwohnen. Die Leute gedrängt in der verrauchten Bude, die Stimmung darin schien gut, man konnte Gitarren, Lachen und ein Stimmen vernehmen, bin ich lieber draußen im kleinen Garten geblieben. Alleine und unbemerkt kann es nämlich ganz nett sein. So habe ich also mit etwas Anlauf ein paar Gartenzäune übersprungen, der Duft von gutem Geselchtem in meiner feinen Nase, der Beute immer näher. Ein großes Stück Geselchtes, auf dem Tisch ein paar Nachbarn weiter mein Ziel, um damit zurück in den Garten zu laufen und es genüsslich vor den gierigen Augen der anderen zu Essen. Was für eine Freude.
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13.11.
Es ist vorbei. Ausgepartyt, ausgetanzt, ausgetrunken, aufgegessen und nicht ausgeschlafen. 6 Uhr Morgens, die letzten Gäste sind gerade gegangen. Die feiern aber noch weiter bei Brita.
Aber beginnen wir mal von vorne, am besten kurz bevor die ersten Leute gekommen sind. Wir waren alle gut in der Ziet, nicht einmal Magret, die Gastgeberin, war gestresst. Wer dann gekommen ist wurde im Garten mit einem brennendem Getränk aus dem Hexenkessel begrüßt. Ich muss gestehen, die Leute waren alle gut verkleidet. Teilweise haben sie sich selbst gegenseitig nicht mehr erkannt. Komisch sag ich, aber vielleicht lag es auch daran, dass sie alle gläserweise zuerst die Bowle, dann Sekt, Wein und anderes getrunken haben. Ich nicht. Ich hab nicht getrunken und war nicht verkleidet, mein Plan war es, einfach unauffällig meinen Bauch zu füllen und Essen genießen, das mir normal strikt verweigert wird. Ich hatte dabei einen einfachen Plan: Warten bis die anderen Gäste weggedreht sind oder den Raum verlassen haben, und dann geschickt mit der Zunge einen Fleischball (oder etwas anderes) nach dem anderen stückchenweise an den Tellerrand schieben, bis er dann einfach auf den Boden purzelt. Dann genussvoll und langsam verschlingen. Eine Mitternachtseinlage habe ich auch gegeben, zusammen mit Momo, meinem hässlichen schwierigen Bruder, wir haben eine Kampfshow vorbereitet (oder geübt, den genauen Verlauf kann man ja nicht planen, aber ich hätte mich sehr gefreut, wäre es mir diesmal gelungen ihn ein für alle Mal los zu werden). Egal, die Partygäste waren nicht sehr angetan von unserer Nummer. Wir wurden geschimpft und auseinander gezerrt. Dann eben keine Einlage für das Hexenvolk.
Die Band hat dann das ganze Publikum in eine tanzende Masse verwandelt. Man muss ihnen lassen, das haben sie gut gemacht. Die Stimmung war ausgelassen gut, die Musik mitreißend. Die Leute waren begeistert.
Auch zu späterer Stunde wurde noch kräftig weitergetanzt, die Musiker mittlerweile auch in der Menge. Es wurde nachher erzählt, der Boden habe vibriert und einige verängstite Gäste haben besorgt die Räumlichkeiten verlassen. Leider haben wir keine Fotos (Falls jemand welche gemacht hat, bitte, bitte an die Franka schicken, oder an die Luntisten, wie auch immer, BITTE AN UNS!!) gemacht und so die tollen Kostüme und das nette Fest nicht dokumentiert. Beim nächsten Mal beauftragen wir einen Partyfotograf. Außerdem haben wir sieben Bilder verkauft! Das heißt, endlich wieder einmal ein voller Kühlschrank und die nächste Ausstellung kann auch finanziert werden. Sehr gut, sehr gut. Schreibt euch den 12. Dezember also gleich ein. Gut gut ich bin dahin. Hier herrscht schon der Putzwahn.
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12.11.
Franka und Felicitas waren heute vielleicht aggressiv! Die wären der Tante heute vormittag schon fast ins Gesicht gesprungen. Nach ein paar Stunden war sie mir dann auch schon gänzlich unsympatisch. So eine Besserwisserin. Die Aggression musste danach mit einem guten Kaffee weggespült werden, wurde aber in der nächsten Vorlesung gleich von unüberwindbarer Langeweile vertreten. Da saßen meine Mädls schwarz und dreckig, bemüht ihre Augen offen zu halten. Meine Kontur wurde aus Ölkreidenüberresten auf den Boden gemalt, aus meinen Haaren wurde ein Ball gemacht und ich bekam ein paar Streicheleinheiten. Also für mich eine durchaus gute Vorlesung.
Um vier Nachmittags gings dann heim. Da wurden Sachen gepackt, die Bilder alle in große Säcke und alles andere auch. Und dann ab nach Brunn! Das Haus glänzt und strahlt schon. In der Verander stehen Reihe an Reihe die Alkoholiker. 80 schöne Flaschen Wein, 60 Flaschen Sekt, Feuerzangenbowle, ein paar Kisten Bier, das ist ein schöner Eingang. Wir haben dann aber gleich die Bilder aufgelegt und aussortiert. Mussten ja schließlich noch zum Ikea, der bei uns wiedereinmal für Verwirrung gesorgt hat. Aber wir haben die fehlenden 13 Bilderrahmen besorgt. Die Beschilderung sehr seltsam. Außerdem kostet ein Bild (eine Fotokopie) 8.96 euro, schon viel. Ich habe von all dem aber gar nichts mitbekommen, sondern erst später erzähltbekommen. Wie jetzt auch, bin ich, im Grunde schon seit wir in Brunn angekommen sind, am rumliegen und heimlich essen. Jaja man kann sich das Leben schon leicht machen.
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11.11.
Den Vormittag wieder in der Siebdruckwerkstätte verbracht. Und jetzt sitzen die Ioana und die Franka und malen. Aber es sieht so aus als würden wir die Wohnung heute noch verlassen. So heute schreib ich nicht mehr Text, wir sind ja schließlich gestresst.
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10.11
Heute vier Stunden in der Druckwerkstätte zwischen Dämpfen und Farben verbracht. Ich denke ich habe für die nächsten Wochen definitiv genug Spiritus und Lacke eingeatmet. Als Resultat 40 Radierungen, sowohl Kaltnadel als auch Ätzungen, ob das die Atembeschwerden wert sind? Felicitas und Franka sind schwarz im Gesicht und auf den Händen, sehen aus wie schlecht verkleidete Rauchfangkehrer. Felicitas hat sich dann am Ende gründlich gewaschen, Franka ist größtenteils dreckig geblieben, aber wir wissen ja, sie mag den Dreck vom Malen, wobei ich ja finde, dass es besonders unter den Fingernägeln nicht ganz so apetitlich aussieht und ich bin ja eigentlich nicht kleinlich. Man muss aber gestehen, dass es doch recht schwierig ist den Dreck da raus zu bekommen. Nach dem Drucken, sind wir dann im Regen heimmarschiert. Franka und ich. Franka in ihrer kurzen Lederhose. Die braucht sich gar nicht aufregen wenn sie krank wird, ist ja schließlich nicht so warm heute. Für mich natürlich schon, aber ich bin ja auch ein bisschen behaarter.
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9.11.
Ich versuche mich gerade daran zu erinnern was gestern überhaupt war. Nicht viel scheinbar. Zuerst Uni wie immer und dann heim marschiert. Ioana ist gekommen und die Mädls haben Whisky mit Apfelsaft getrunken. Mir wurde nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Nur einmal meinte Franka in eine Decke gehüllt, dass sie mit mir spielen müsste. Ein seltsames Spiel, aber durchaus lustig. Übrigens haben wir gestern unsere ersten Visitkarten als Luntisten fertig gestellt. Wir werden sie nur schnell einscannen und dann werden wir sie gleich hier hochladen. Nur noch 3 Tage, dann ist schon Freitag der 13. und die große Party!
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8.11.
Fast hätte ich vergessen zu schreiben. Aber es waren auch keine besonderen Ereignisse gestern. Ich hab im Prater einer alten Dame Po und Muschi geleckt, die Gute hat gar nicht mehr gewusst wie ihr gestieht und ich war so mittendrin und voll dabei, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass mich Franka irgendwann schimpfend versucht hat weg zu ziehen. Irgendwann war sie dann erfolgreich, aber ich habe immer noch den guten Geschmack auf meiner langen geschickten Zunge.
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7.11.
Der Prater duftet besser denn ja. Das braungelbe Laub und die feuchte Erde. Ich empfehle einen ausgedehnten Spaziergang, am besten am frühen Nachmittag. Wenn man nicht wie ich von zwei beißwütigen Dackelkötern verfolgt wird, die einem knurrend und kläffend an alle bodennahen Körperteile wollen, sehr erholsam und erfrischend.
Weiters kann ich das Wirtshaus “zum alten Heller” empfehlen. Preiswerte schmackhafte und fleischige Küche, wie mans gerne hat. Ingo hat Franka und mich eingeladen. Franka auf einen Schwammerlrostbraten und mich auf das was übrig blieb. Aber es heißt schon was, wenn sogar die Reste so munden, oder?
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6.11.
Heute ist mal wieder ein nackt Tag und sogar der Hexenbesen ist in Verwendung gekommen. Die Wonhnung ist unangenehm warm, ich wünschte ich könnte mich auch noch ausziehen, aber ehrlich gesagt, normale Gewand-Tage sind mir lieber. Ich will jetzt gar nicht näher auf dieses Thema eingehen und hoffe nur, dass nicht wieder Themen wie Nacktwohnen angesprochen werden. Keine Anregungen für soetwas erwünscht. Im Sommer ist mir das ziemlich egal, da kann man reden und machen was man will, aber jetzt bitte bitte keine Sauna in der Wohnung. Überhaupt wenn schon nackig im WInter, dann muss man sich eben abhärten. Violett und blau sind außerdem auch schöne Farben.
Heute is jedenfalls Freitag und wir sind daheim dabei ist es erst zwölf. Freitag Abend und nicht unter Leuten, das ist schon unter der Woche komisch, aber am Wochenende? Ich werde mal dafür sorgen, dass wir mal diese verdammte Wohnung verlassen. So. Feiert brav, am besten für uns mit.
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5.11.
Da sage mir einer ich bin faul. Seit ÜBER einem Monat schreibe ich schon Tagebuch. Wer hätte mir soviel Durchhaltevermögen zugetraut! Die Mädls haben heute neben mir gedruckt und wie immer auch ein wenig gemalt. Aber nicht viel. Siebdrucken stand heute auf dem Programm. Mal eine etwas einfachere und schnellere Technik. Aber obwohl die Mädls fast ständig an irgendetwas werken, ich muss sagen, mit dem friss-oder-stirb blog sind sie ein bisschen nachlässig. Ja natürlich, die Fotos müssen erst entwickelt werden und und sie haben ja ach so viele andere Dinge zu tun, aber naja es ist doch nicht zuviel verlangt Den Film einmal zu entwickeln und wenigstens schon den Flyer einzuscannen und rauf zu laden. Morgen werde ich sie mal ordentlich in den hintern treten. Wer da faul ist! Und ein bisschen mehr Bewegung würde auch nicht schaden. Stattdessen wird immer daheim rumgehockt und versucht mit Uni und Ausstellungen weiter zu kommen. Wenigstens haben sie die Recht-Prüfung gut gemeistert. Die Wohnung ist übrigens wieder voller Haare (nicht von meine) und das reinste Chaos. Wenn es so weiter geht (auch mit der viel zu kurzen Nachtruhe) dann werde ich die nächsten Einträge wohl auch in der gleichen Frustriertheit schreiben. Außerdem könnte man die Heizung wieder zurück drehen. Ich verstehe ja dass die Mädls nicht frieren wollen. Aber wofür gibt es Pullover?! Der Umwelt oder mir zuliebe! Es ist doch Winter und ich habs doch so gerne schön kalt.
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4.11.
Ui was habe ich da grad erlebt. Franka hat gekocht in ihrer eigenen Wohnung. Mit Speck! Es hat so gut gerochen in der ganzen Wohnung, ich bin verrückt geworden. Bin sie angesprungen, hab an ihr gezerrt und sie gekratzt. Hat aber nichts gehofen. Der Kampf ging an sie, auch wenn ich ohne Schrammen und Blaueflecken weggekommen bin, bei Essen bleibt sie standhaft.
Naja, was soll ich erzählen, ich weiß es nicht. Uni wie immer, die streikt morgen übrigens auch die Angewandte. Ich bin gespannt. Wir schließen uns nicht an. Malen tun die Mädls heute seperat, nicht wie gestern bei Felicitas und schon gar nicht in der Luntika. Dort ist es sicher eiskalt und schrecklich unbequem. Aber wir müssen wohl eh die nächsten Tage einen Besuch in der Breitegasse 15 wagen. Aber wenn man fleisig arbeitet dann wird einem soundso heiß. Irgendwoher sollten wir so schnell wie möglich Berge von Schaumstoff und anderen Dämmungsmaterialien, Kerzen oder am besten ein gesammtes Heitzsysthem auftreiben. Aber ich vermute die Luntika geht bald in einen kurzen Winterschlaf. Bald, naja, nach dem 12. Dezember vielleicht. Mhh aber wo wir schon von schlafen reden… ich lass die Mädls mal alleine weiter machen.
Lunt
3.11.
Heute war es endlich soweit. Bei unserem alltäglichen Spaziergang war mir wieder einmal nach kacken. Das kommt vom gehen, glaube ich. Franka hat wie immer meine Scheiße eingesammelt. Aber das Sackerl hatte ein Loch. Wie hab ich gelacht als sich der Kot durch das Loch auf ihre Finger quetschte. Rotbraun und stinkig.
Sonst nur Uni, Prüfung und dann wieder ein kläglicher Malversuch, denn die Ausstellung rückt schon ziemlich nahe und noch gibt es nichts bis wenig zum hängen. Das wird knapp werden.
Lunt
2.11.
Heute war kein besonderer Tag. Eher ein ganz gewöhnlicher. Ich vermisse Kassandra, meine neue Freundin. Sie ist acht Jahre. Ein hübsches Mädchen, stark und wild. Hab sie auf der Stammtisch-Reise kennengelernt. Felicitas und Franka malen und lernen. Sie haben morgen Recht-Prüfung und davor gehen sie Alugrafien drucken. Bin gespannt. Morgen steht uns auch wieder ein langer Unitag bevor. Pfui. Dann heißt es wieder liegen und schlafen bis einem die Knochen weh tun und darauf warten, dass man das langweilige Gebäude, mit seinen ganzen stinkenden Studenten, verlassen kann. Und wieso gibt es nicht öfter und länger Ferien? Ja ich bin heute schlecht gelaunt. Felicitas und Franka nicht. Die bekommen eine eigene Druckerpresse. 1,2 Tonnen schwer und zwei Meter lang. Das wird ein Transport! Ich helfe nicht, das sag ich gleich. Aber die beiden bekommen glänzende Augen wenn sie daran denken. Dann beginnt die Druckerei und sie können beginnen Schriften zu sammeln. So ich unmotivierter Faulsack geh wieder zu den andren und starre Franka so lange an, bis wir endlich schlafen gehen. Das funktioniert meist nach ein paar Stunden.
Lunt
1.11.
Ich habe es überstanden. Mein erster Urlaub im Ausland liegt hinter mir. Angefangen mit mindestens acht schrecklichen Stunden in einem Höllengefährt, dort wo man normalerweise die Beine hat, eingequetscht zwischen Karosserie und stinkenden Füßen. Für mich hat man keinen besseren Platz gefunden. Meinen Kopf musste ich zwischen die Kupplung und den Essenskorb (aus dem ich nichts haben durfte) zwängen und meine Beine waren halb unter dem Beifahrersitz eingeklemmt. In den wenigen Pinkelpausen die wir machten durfte ich mir nichteinmal meine Beine richtig vertreten. Naja nach eben diesen Höllenstunden, kamen wir dann endlich in dem schönen St. Gallen an. Wir haben gefressen, sogar ich ein bisschen, gemalt und getrunken, das alles in der alten Post. Eine beeindruckende Kunstwerkstätte, tausende Laden mit Lettern, die Wände voll behängt mit Drucken (und zur Zeit auch unseren Friss-oder-Stirb Werken) und überall Stapeln sich die Werke. Zwischendrin wir in der Buchstadt St. Gallen, die aber leider die dieses Relikt der Buchdruckerei nicht wirklich schätzt. Wie auch immer, ein guter Abend mit der besten Gesellschaft und alt wiener Bruckfleisch. Dann aber gleich, weil die Zeit ja immer gleich um ist, wieder in das änge Gefährt. Um zwei Leute leichter, deshalb habe ich diesmal sogar einen Platz auf der Rückbank bekommen und zum ersten Mal statt der grauen Innenverkleidung des Autos, die vorbeiziehende Landschaft sehen können. Weite Felder, Wiesen, Wälder, Berge,… in Gedanken bin ich nur noch gerannt. Einem Hirsch nachgejagt, schneller, schneller, Sprung, mit einem kräftigen Biss in den Nacken ging er zu Boden. Fällt in die nasse duftende Erde eines gatschigen Feldes und ich oben drauf. Ich bohre meine kleinen Zähnchen durch die zähe dicke Haut und warmes Blut quillt und spritzt aus der Halsschlagader. Ich schlecke kurz. Ein prächtiger Vorgeschmack auf das kommende Festmal un dann reiße und zerre ich den Hirsch in alle Einzelteile.
Lunt
29.10.
Ich bin hunde müde. Sind wir alle. Es is halb eins Nachts und wir sind gerade erst heimgekommen. Morgen um 8 in der Früh gehts los. Die Stammtischbagage startet nach St. Gallen. Felicitas holt mich zwischen 6 und 7 ab, wir wollen noch durch den Prater laufen vor der acht stündigen Fahrt. Und dann bevor wir Wien verlassen gehts noch kurz zur Barbanek. Einen gscheiten Topf Bruckfleisch holen wir da. Und dann zu acht im Auto, für lange, bevor das lang ersehnte Friss oder Stirb Spektakel losgeht. Die Bilder haben wir schon aus der Luntika geholt, alle schön gerahmt und gut verpackt. Naja mal sehen was das Wochenende bringt. Ich werde wohl erst wieder am Montag schreiben können. Ich wünsch uns viel Spaß bei unserer ersten Stammtisch-Ausstellung. Fotos dazu werden wir dann nächste Woche auf die Friss-oder-Stirb Seite hochladen. Falls es wen interessiert. Ich hau mich aufs Schlappohr.
Lunt
28.10.
Immer geht es hier ums ficken. Ich glaube ich bin hier der einzige Luntist der nicht dauernd darüber nachdenkt. Nagut dran denken tu ich schon. Dabei weiß ich gar nicht wie es ist. Bin ja noch Jungfrau. Und so wie es aussieht wird das auch so bleiben. Mir wurde und wird jeglicher Gelschlechtsverkehr untersagt. Da kann man mich ja gleich kastrieren. Nein das nehm ich zurück. Meine Genitalien greift keiner an. Außer …, ja aber das ist ja nicht erlaubt. Ich finde es also äußerst ungerecht, dass Franka und Felicitas hier ständig dieses Thema haben. Da werden Sexfotos angeschaut, Sexbücher, Sexbilder gemalt und ja Sex, Sex und nochmehr Sex. Ich protestiere. Das geht mir gewaltig gegen den Schwanz. Darf man jemandem überhaupt Sex verbieten? Ich werde jetzt einfach mal wieder schlafen gehen. Mich kann wenigstens keiner davon abhalten von Sex zu träumen. Und immerhin kann ich meinen Schwanz selbst lecken. So, es tut mir Leid, aber das musste ich jetzt einfach mal loswerden. Und ich habe auch keine Lust von heute zu berichten. Vielleicht morgen. Schöne Träume wünsch ich.
Lunt
27.10.
Wie ich es vorhergesehen habe, musste ich sie heute den ganzen Tag führen. Es hat dann auch nicht gereicht das ihre Kontacktlinsen nicht drinnen hatte, nein sie hat sich eingeblidet dass sie so müde ist, dass sie die Augen erst gar nicht richtig aufmacht und sich lieber ganz auf mich verlässt. Nagut wir sind auch schon um acht Uhr morgens raus. Eine recht ungewöhnliche Zeit für uns. Dann hatten wir bis vier Nachmittags Uni. Ich der kurzen Mittagspause sind wir in den Unihof. Ich hab den ganzen Hof vollgepisst. Das hat gut getan. Wenn man auch immer so lange auf dieser Uni hocken muss.
Lunt
26.10.
Wir haben uns aufgemacht um die Luntika winterfest zu machen. Sehr weit sind wir damit aber nicht gekommen. Es zieht durch alle Gänge und die Wände strahlen (meiner Meinung nach eine sehr angenehme) Kälte aus. So ist das eben mit alten Gemäuern, die seit Jahren nicht mehr beheizt wurden. Der kleine Baustellenscheinwerfer wärmt zum Glück ein bisschen, sonst würden mir meine Mädls vermutlich erfrieren. Jedenfalls konnten wir die Situation noch nicht wirklich verbessern. Dafür haben wir Flyer gedruckt und uns gefreut, dass unsere kleine Presse funktioniert und unser Schriftsatz somit in Verwendung kommen kann. Dann noch schnell zwei Radierungen begonnen. Danach gings kurz heim, die Wohnung wirkt leer, nachdem alle Besucher abgereist sind. Und still ist es. Also sind wir wieder weg und auch gar nicht mehr heim. Vielleicht morgen wieder. Hoffentlich, Franka wird morgen mal wieder blind durch die Stadt und die Uni laufen und ich habe dann die Funktion des Blindenhunds. Anstrengend.
Lunt
25.10.
Ich hatte weder Po noch meinen restlichen Körper unter Kontrolle. Wälzte und rollte mich über den Boden, sprang auf Franka und wieder zurück auf den Boden, mit meinem wackelnden Hinterteil in der Höhe. So viele Glückshormone. Schön ist das und danach schwirrt es so nett im Kopf.
Danach gings mit dem Auto auf sightseeing-tour durch Wien. Höchst langweilig. Und dann endlich in die Wohnung. Ich bin natürlich sofort auf meinen kleinen harten Platz in der letzten Ecke. Die Mädls haben sich Kaffee gemacht und begonnen Flipflops und Sandalen zu machen. Ganz fertig geworden sind sie nicht. Irgendwann in der Nacht haben sie endlich aufgegeben. Aber sie sehen so weit ganz gut aus und vorallem bequem. Naja und das wars auch schon wieder, morgen melde ich mich aber ja eh schon wieder zu Wort, vielleicht gibts dann mehr zu berichten.
Lunt
23.10.
Jetzt habe ich meine Ruhe. Habe es geschafft für das Wochenende von den Mädls wegzukommen. Franka hat mich heute Mittag, nach unnötigem Unibesuch, bei Herwig Magret übergeben. Das heißt ich kann heute Abend einmal ungestört schlafen ohne Lärmbelästigung und dass ich einmal richtig gutes Essen bekommen werde plus ein paar Massagen, hoffentlich, aber das sollte ich vielleicht nicht verschrein. Ich werde mich dieses Wochenende also ganz den Genüssen widmen und mich so gut es geht, schon einmal körperlich auf die nächste Woche vorbereiten. Da gehts ja dann am Freitag ab in die Schweiz. Also ich schreibe Sonntags wieder, da komm ich nämlich wieder nach Wien. Ich wünsche ein erholsames Wochenende.
Lunt
22.10.
Um 9 Uhr auf zum putzen in der Luntika. Felicitas und Franka schrubben brav. Dann Uni. Radierung. Franka fährt gleich nach Ende wieder in die Luntika, diesmal aber schon mit dickem Bauch. Dass ist dann besonders nett wenn alle in der U-bahn einen Böse anschauen wenn man sich nicht Schwangerschaftsgerecht verhält. Da bekommt Franka gleich ihr hähmisches Lächeln. Felicitas hält auf der Uni die Stellung und schreibt brav für uns alle drei. Ich lieg in der Wohnung und schlafe. Dann gehts los Katja und ich marschieren zum Auto, ich hätte gerne noch ein bisschen länger geschlafen, aber dann seh ich sie auch schon, natürlich lange bevor sie Katja entdeckt, die zwei Ratten. Felicitas und Franka mit einem großen F Sie haben dicke Bäuche und lange Schwänze. Und sie sind haarig und weich. Wir zwängen uns in das kleine Auto. Ich begrüße die beiden natürlich freudig. Obwohl ich ja nur ein paar Stunden getrennt war von ihnen, freu ich mich trotzdem überraschen heftig über das Wiedersehen. 15 Minuten später am Flughafen. Wir holen die Telletubbies ab, die aber nicht als Telletubbies fliegen durften. Sie kommen also als normale Schweden, die Verkleidung im Gepäck. Danach gings ab in die Luntika. Der Rattenkönig kam auch. Felicitas hielt eine mitreißende Rede, der Rattenkönig akzeptiete die Entschuldigung nicht. Er hieß zwar unser Buffett gut, die Statue zur Rattenehrung beachtete er nur kurz, aber es wurde ein Deal ausgehandelt. Aber egal, danach jedenfalls Party. Um 5 Uhr morgens dann jedenfalls endlich daheim. So telletubbies und Ratten haben eine viel zu große Ausdauer.
Lunt
21.10.
Von heute gibt es nicht viel zu erzählen. Müde sind wir und freuen uns aufs Bett. Ich liege ja eigentlich eh schon seit einer guten Stunde darin, aber es ist ja auch schon fast 3 Uhr Morgens und morgen müssen wir ja schon wieder so früh raus. Pfui. Wir müssen in die Luntika. Partyvorbereitungen, sprich wieder eimal putzen und schleppen so wie heute. Aber unsere Wohnung ist fast sauber! Kein weißer Gipsstaub mehr und keine blöden schwarzen Haare die in der Nase kitzeln. Zum Glück. Dafür sind jetzt klebrige blaue stinkende Patzen in der Wonhung verteilt. Doch auch das war für einen guten Zweck. Die Ratte hat an Farbe und Stabilität gewonnen und wurde von uns auch schon in in die Luntika gebracht. Die Mädls haben geschleppt und ich bin stolz daneben marschiert. Man lässt ja die Fraun die Arbeit machen. Und morgen gehts durchgeplant weiter. Um 9 in der Luntika gehts los, dann Uni und dann geht die Verwandlung los. Felicitas und Franka werden in Ratten mutieren. Auf zum Flughafen und wo sind die Telletubbies? Das sehen wir wohl morgen. Und jetzt zwing ich mal alle ins Bett, sonst kommt morgen niemand auf und Franka kriegt sonst noch mehr Pickel.
Lunt
20.10.
Ich muss mich schon wieder entschuldigen, ist aber wieder auch nicht meine Schuld. Das Internet war nicht da. Keine Verbindung. Also es sei mir verziehen. Gestern war ein erfreulicher Tag. Nachdem mit dem Cafe Depot alles so gut geklappt hat, hatten wir jetzt auch noch einen weiteren Erfolg bei der Schaufenstereroberung. Mittlerweile zu unserer Verfügung: das Möbelgeschäft von neben an mit seinem Lagerraum gegenüber (4 wunderschöe Fenster), dann natürlich unser Fenster und weiters neu dabei die Schaufenster des Polaroit Geschäfts. Heute steht uns noch ein Gespräch mit dem Viennart Hotel (ich glaube so hat es geheißen) bevor. Mal sehen und hoffen. Soweit ging ja alles gut.
Mein Hauptgesprächspartner ist heute übrigens auch endlich nach langem herumgewurschtel endlich fertig geworden. Sieht auch fast aus wie eine Ratte und vielleicht hält sogar der Gips. Vielleicht und das ist warscheinlicher bekommt er aber Risse und fällt bald ab, die Gipsbinden waren nämlich schon mindestens 30 Jahre lang in feuchten Kellerräumen gelagert und nicht mehr in perfektem Zustand. Ja und falls das nicht eintritt dann zerfällt sie vermutlich bei der Reise zur Luntika. Ja ich weiß, heute bin ich pesimistisch.
Am Donnerstag kommt übrigens schon besuch aus Schweden. Das wird lustig. 2 Teletubbies, 2 Ratten, ein Rattenausrotter (wie auch immer man die nennt) und ich, in Katjas winzigem Auto. Und danach kommt ei großes Partywochenende beginnend mit der Rattenparty. So ich bin weg. Noch viel zu tun. Aufräumen, putzen,… schließlich wohnen in der kleinen Wohnung bald 5 Lebewesen. Auf 38 m“ mit blöden Dachschrägen.
19.10.
Endlich wieder in der Luntika gewesen. Zwei Mal sogar. Wir haben Bilder gerahmt, für den Stammtisch in der Schweiz. Der wird ja diesmal eine Ausstellung der bisherigen Produktionen aus den Stammtischkreisen. Wie auch immer, Tischtücher wurden zerschnitten, Rahmen geputzt und dann war noch ein Termin im Cafe Depot. Dort soll nämlich am 12. Dezember unsere offizielle Hexensexen Ausstellung sein. Da wird die Breitegasse in eine Hexengasse. Wenn schon öffentlich dann nämlich richtig. Sonst gabs nicht viel heute. Der Rest des Tages wurde nämlich wieder auf der Uni verbracht. Am Abend allerdings freiwillig in der Modeklasse an den Nähmaschinien. Felicitas und Franka haben dicke Bäuche und behaarte Brüste bekommen. Steht ihnen ausgezeichnet.
18.10.
Heute. Ja was war heute. Viel Ratte, ausnahmsweise etwas besseres Futter und ausgedehnte Spaziergänge durch den Prater. Beim Billa großen Einkauf erledigt. Essen so viel man tragen kann und dann auch gleich gefresen. Ist somit gleich wieder die Hälfte weg und morgen gehts wieder zurück zu Trockenfutter und Suppe. Sonst gibts nicht viel.
Unsere Wohnung ist neben dem Gips verschmierten Boden, jetzt auch noch behaart. Kleine schwarze Haare.
Ich habe mir gerade eine alte Butterpackung aus dem Mist gefischt. Riecht zwar schon ein bisschen, schmeckt aber noch ganz ok. Ich schlecke auf jeden Fall einmal die letzten Reste herunter. Ist doch schade drum. Mahlzeit.
Lunt
17.10.
Die Wohnung ist voller Gips. Überall weißes patziges Zeug. Die Ratte sieht aus als würde sie direkt aus dem Krankenhaus kommen, nach einem schweren Unfall. Aber sie wird rattiger von Bandage zu Bandage.
Heute war ein langweiliger Tag. Sehr sehr langweilig. Die Mädls waren heute in der Früh nur erledigt. Haben ihre blauen Flecken gezählt und sich dann mühsam auf die Uni geschleppt. Felicitas war früh morgens schon in der Luntika. Hat Fotos für Ferdinad gemacht. Dann um 10 Uhr morgens haben wir uns alle getroffen auf der Uni und drei Bücher ausgearbeitet. Ein Typografie Workshop. Bis um acht Uhr Abends. Langweilig, langweilig, langweilig finde ich. Den Mädls hats allerdings Spaß gemacht. Ein Buch über einen Abend im Pi ( und dieses Buch ist eindeutig bei allen Anwesenden am besten angekommen, kein Wunder auch bei den Fotos, Latex, Lack, Leder und Uniformen in den verschiedensten Varianten und mittendrin die Mädls, ihrem Uniprojekt gerecht natürlich mittendrin im Geschehen ), eines über die Luntika aus der Sicht von Ferdinand, ja wir bereiten uns so gut es geht für die Rattenparty am Donnerstag vor. Ich werde mich jetzt auch wieder zu der verwundeten Ratte begaben und ein bisschen mit ihr plaudern. Sonst werde ich hier ja von allen ignoriet gerade. Schönen Abend noch.
Lunt
16.10.
Ich kaue gerade genüsslich an einer Rolle Klopapier, aber meinen Hunger stillt es nicht. Ja ich wünschte ich hätte was gscheites zum fressen. Und wieder schreibe ich über Essen. Ist aber auch das wichtigste überhaupt. Ja ich freue mich schon wenn wieder Zeit ist zum einkaufen gehen. Im Moment sind wir einfach auf der Uni bis alle Geschäfte schließen. Wenigstens bin ich nicht der einzige der gerade nichts gutes zum futtern hat. Naja wärend ich hier also an meiner Rolle Klopapier kaue, begießen sich die Mädls mal wieder mit Alkohol. Sie sitzen da, um den kleinen überladenen Tisch, in ihren engen Korsagen und bereiten sich auf den heutigen Abend vor. Die müssen nämlich für ein Uniprojekt ins Pi, ein etwas anderer Ort zum Feiern. Zum Glück muss ich nicht mit. Franka hat mich einfach abgegeben, als ob ich einen Babysitter bräuchte! Obwohl alleine bin ich wirklich nicht gerne. Hoffentlich enden die Mädels nicht irgendwo an ein Bett gefesselt oder schlimmer.
Lunt
15.10.
Heute war und ist ein toller Tag. Früh morgens Magret getroffen. Dann Claus. Und dann sind wir zusammen mit Katja und Ioana nach Klosterneugurg. Jetzt haben Felicitas und Franka auch schon Felle. Bald sind sie so behaart wie ich. Vielleicht hilft das gegen die Kälte die hier angeblich seit Tagen herrscht. Und jetzt, es ist ja schon Abend, malen sie, schreiben wieder irgendwelche Reden und sie essen. Ich bin vorher gemütlich in Frankas Bett gelegen (heimlich natürlich) und habe an all die feshen Ladys gedacht, an denen wir heute vorbeispaziert sind. Eine war besoners reizend. Aus zehn Meter Entfernung habe ich schon gerochen, dass sie läufig ist. Wir sind hinter ihr gegangen, ich musste mich sehr beherrschen. Kann ja nicht gleich die Fassung verlieren nur weil eine Muschi vor mir ein bisschen saftelt. Also auf jeden Fall war ich in Gedanken gerade bei dieser wohlriechenden Schönheit, obwohl wohlriechend passt vielleicht nicht, eher erregend riechend, eben nach 15 Minuten gutem Sex, nichts fixes. Aber ich komme schon wieder vom Thema ab und verrede mich in meinen Fantasien. Ein Duft hat mich aus eben jenen gerissen, wie ich ihn schon lange nicht mehr gerochen habe (ja sogar besser als die Muschi von zuvor). Es roch nach Steak. Echtem Steak. Ich war natürlich sofort hell wach. Vor mir habe ich schon das rote blutige Fleisch gesehen und mit meiner Zunge darüber gelekt. Die ganze Wohnung war für mich Fleisch. Fleischboden, Fleischbett, Fleischgang, Fleischchaos auf dem Fleischteppich, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch. Ich bin einfach meiner Nase nach. UND ich habe heute ein kastanien großes Stück bekommen. Die Flachsen mit ein bisschen Fleisch. Mhhh jetzt bin ich glücklich. Das war mein Tag und hier endet er auch. Es ist hier zu heiß, ich will nur ins Bett. Ich glaube morgen zerstör ich die Heizung wieder, die Mädels müssen sich eben mehr anziehen, ich kann mich nicht mehr mehr ausziehen. So Ich verzieh mich und hoffe dass hier irgendwann ein bisschen Ruhe einkehrt. Wird sich aber nicht erfüllen, das wär zuviel Glück für einen Tag.
Lunt
14.10.
Kaffee für alle. Aufbruch der Gäste und wir wieder unter uns. Kaffee. Luntika. Uni. Eine Vorlesung über Recht bis acht Uhr abends. Nicht nur ich habe geschlafen. Die Mädls haben die Typo für die Schweizflyer, im hinteren Eck versteckt gesetzt. Ausnahmsweise haben sie sich zu mir auf den Boden begeben. Da kann man besser mit den Buchstaben werken. Dann haben sie noch die Räumlichkeiten für die Hexensex Ausstellung besprochen und begonnen eine Rede an den Rattenkönig zu schreiben. Ja man kann die Zeit in den Vorlesungen schon auch sinnvoll nützen, oder natürlich wie ich einfach schlafen. Irgendwann endlich heimgekommen. Frankas Heizung reperiert, seither glühen sie. Finde ich nicht so angenehm, es war eigentlich schön kalt in der Wohnung zuvor aber die Weiber frieren nicht mehr. Ist ja auch gut. Hebt die Stimmung, macht mich müder. Felicitas und Frankas Maße genommen. 88 (Brust) – 104 (Bauch) – 140 (Hüfte) und 99 – 103 – 140, scheint die beiden haben Körper wie Birnen. Morgen gehts schon Stoffe kaufen und am Sonntag in der Nacht werden die Uniräumlichkeiten dann einfach mit all den netten Maschinerien missbraucht.
So weit so gut.
Lunt
13.10.
Heute ja heute, also im Moment singen neben mir viel zu viele Leute einen Kanon. Es klingt ganz ok, aber eigentlich würde ich um diese Zeit lieber schlafen. Vier Uhr morgens, naja wie auch immer, zur Zeit wird unsere Wohnung gerade besetzt. Wir sind jetzt schon drei Leute und Franka und ich. Katja hat sich kurzfristig ausquatiert. Ansonsten ist heute nicht viel passiert, Uni, essen und so gar nicht produktiv sein. Morgen wieder. Heute war eben mal Berieselung und feiern.
Lunt
12.10.
Uni um 10 Uhr. Dann ab auf die Mariahilfer. Zu viele Leute. Sexshop Spartacus (sündhaft teuer, aber wir brauchten ja nur ein paar Maße, ein bisschen Material und Informationen), H&M und ein Einselwarenhandel. Im Endeffeckt nur Draht gekauft. 34 Meter. Für mehr hat das Geld nicht gereicht. Franka ist pleite und ich bekomme ja weder Taschengeld noch die Erlaubniss in einem Geschäft auch nur irgendetwas zu berühren. Dann wieder Uni und zum netten Abschluss des Tages workshop bei Franka mit Spaghetti-Orgie. Produktiv gewesen sind wir auch. Den Penisumfang und seine Länge eines Freundes messen lassen. Was es mit Siliconvagina und Pinguin auf sich hat verstehe ich nicht ganz. Weiber halt.
Lunt
11.10.
I will write this entry in english, since it’s the normal language here as long as Katja is at our place and I got really used to it. So what happened today… well we had a late breakfast since yesterday night was full of Zubrovska and apple-juice, at least for all the girls. Afterwards we spent hours at Felicitas’s new adorable flat and drew Anna, who made a really good naked sexy witch. But that’s not what made the day. You will be surprised but today night we visited my family and I finally managed to lik my mothers asshole for good. Now I’m happy and sleepy laying in a corner in our flat. Katja and Franka are cutting fake grass for some project, but I don’t care. No help from me today, I’m in my own world again.
Lunt
10.10.
Die zwölf-Stunden-Pause geht in die Verlängerung. Es heißt putzen putzen putzen. Franka ist zerstört von gestern. So viel Wein so wenig Schlaf. Felicitas putzt auch. Ihre Wohnungsrenovation geht endlich dem Ende zu. Aber dann kommt auch schon Katja. Mittagessen und Bier in der Luntika. Ioana, Alex, Herwig, Luise und natürlich Felicitas und Claus getroffen.
Mittlerweile macht der Alkohohl wieder seine Runden. Ich bleib trocken, unfreiwillig wie immer. Ein unterdrückter armer Mann bin ich. Heute wurden sogar meine Knochen zum Suppe kochen missbraucht. Katja hat sich auch schon zum Luntisten-Sklaven bereit gestellt. Schön langsam haben wir eine ganze Knechtschaft. Ich wohl auch inklutiert.
Lunt
9.10.
Und wir haben es gut ins Wochenende geschafft. Ich war heute bei der ersten Prüfung life dabei und hab sie gut überstanden. Tja und jetzt ist mal Pause. Für ganze zwölf Stunden. Danch wird endlich gemalt und gebaut, hoffentlich. Morgen kommt Katja und wohnt auf unbefriestet bei Franka und mir. Sie ist aus Slovenien und wir freun uns alle auf das Wiedersehen. Die Luntika wird erst Anfang der nächsten Woche wieder richtig belebt werden, da wir am Wochenende Akt malen und das ist in geheizten bequemen Wohnungen doch angenehmer für die Modelle, als in der kalten Luntika, wo es durch alle Räume zieht. Aber vielleicht finden sich ja auch noch ein paar Minuten um in der Luntika zu schaffen. Die Mädls mögen ja Stress so gerne und ich hab sowieso nichts zu melden. Und jetzt in der zwölf-Stunden-Pause wird noch schnell gefeiert.
Lunt
8.10.
Wir liegen auf dem Boden und schlafen. Franka friert, mir ist recht warm. Heute war ein langer Tag, anfangs sehr träge und später auch nicht besser. Eine Vernissage besucht und dann spät Nachmittags endlich begonnen für die Prüfung morgen zu lernen. Die Mädls zumindest. Ich brauche das nicht, die Kunstgeschichte der Moderne sollte doch jeder Kunst schaffende schon kennen und beherrschen.
Lunt
7.10.
Viel zu früh hat die Uni begonnen. Meine erste Vorlesung. War aber nur Begrüßung, vorstellen und Terminplan. Also hab ich weiter geschlafen. Nix mit gscheiter werden heute, vielleicht morgen. Danach ab in die Luntika und fleisig herumgedruckt. Tusche riecht herrlich ich glaube sie schmeckt auch gut. Achja ich hätte fast das spannendste vergessen. Ich durfte heute in einen Becher kacken. Also Franka hat ihn mir eigentlich ohne zu fragen untergehalten. Aber trotzdem. Ich habe rein gekackt!
Lunt
6.10.
Genüsslich schlecke ich über meinen schönen haarigen Schwanz, vor bis zu den Eiern und dann auch noch kurz zum Arschloch. Ja so eine lange Zunge ist schon pracktisch. Das entspannt. Felicitas tippt neben mir fleisig auf einer alten tschechischen Schreibmaschine und Franka isst ein Wurstbrot. Claus ist auch da. Hilft tippen. Heute ist nämlich Werktag. Es ist ein Uhr morgens. Die Schreibmaschinen übertönen die Musik bei weitem und der Scheinwerfer erhitzt den ganzen Raum. Wasser gibts leider auch keines mehr. Aber wir sind produktiv. Franka hat aufgegessen und schnitzt weiter. Es wird ein Holzdruck. Für die Einladung zur Hexenvernissage. Uns steht eine lange Nacht bevor.
Lunt
5.10.
Wir haben einen neunen Freund in unserem Rudel. Willkommen Franz, viel Spaß im kalten Wasser! Die Zeremonie war ruhig und kurz, heute ist zu wenig Zeit für mehr. ABER wir haben die Einladungen für unsere Vernissage begonnen zu drucken. 50 Stück, mindestens, brauchen wir. Alle handgedruckt. Das wird eine Arbeit. Wir machen einen Holzschnitt auf der Vorderseite, wenn alles gut geht werden wir die Einladung gleich morgen hier gepostet. Eingeladen seid ihr aber trotzdem nicht! Die Eröffnung ist nämlich privat. Aber dafür gibts eine Woche später in Wien im 7. etwas öffentzliches. Aber dazu später, wenns aktuell wird, ich mag nicht zuviel verraten und stürz mich jetzt lieber zu den Mädls in die Farben.
4.10.
Wir haben überlebt. Ich danke dem Retter, der uns sicher durch die dunklen geheimnisvollen Gänge in die Zivilisation geleitet hat. Dann allerdings, war ja Samstag Abend, Freunde und eben auch zuviel Alkohol. Deshalb heute ein bischen geschlaucht und müde. Das hat man davon. Heute also wieder ruiger, zumindest am Anfang. Am Nachmittag mussten wieder neue Pläne geschmiedet werden. Dieses Mal sogar ein paar brauchbare dabei, wenn auch die meisten etwas seltsam. Dann jedenfalls in die Luntika. Das Atelier füllt sich langsam. Und jetzt wird weiter Ratte gebaut und ich hab Lust auf Wurscht.
Lunt
3.10.
Gefahr! Gefahr! Gefahr! Gefahr lauert heute überall und lässt sich nicht abschütteln. Zuerst, bei einem Spaziergang durch den schönen 3. Bezirk, erwacht Frankas Rucksack zum Leben und verwandelt sich in ein Untier das mich ganze 15 Minuten verfolgt. Am Schluss hätte es fast geschafft mich zu erhängen. Ich bin aber gerade noch mit dem Leben davon gekommen, wenn auch erschöpft von der Verfolgungsjagd. Franka steht lachend mitten auf dem Platz, ich weiß nicht was sie so amüsiert, ich würde nicht lachen, wenn ihr ein großes Schwarzes Ding auf den Fersen ist. Dann jedenfalls durch die Menschenmassen in der Neubaugasse, dort war Flohmarkt, neben schrecklich riechenden Ständen hauptsächlich sinnlose überteuerte Kleinigkeiten, dabei können Flohmärkte doch so nett sein. Also so schnell wie möglich das Schlachtfeld verlassen, enttäuscht. Also ab in die Breitegasse. Fm4 wurde von einem Pirtensender aus Bollywood übernommen, an der Wand hängt groß und prägnant die Gefahr, darunter stapeln sich die neuen Kunstbücher. Erotik im Orient, Erotik in der Kunst der großen Meister, die Nackte Wahrheit, und so weiter. Gute Bücher. Franka sitzt am Tisch und malt HexenSex Bilder. Versucht es wenigstens. Es ist dunkel geworden. Nur im letzte Zimmer in der Luntika leuchtet der Scheinwerfer und taucht den Raum in seltsam rotes Licht. Gefahr Gefahr. Wir verlassen den Raum nicht mehr, wenns sein muss bleiben wir bis zum Morgen, durch die dunklen Gänge ohne Licht. Man kann sich in vieles hineinsteigern. Wir sind in so etwas gut. Wir bauen ein riesiges Moster aus Folie. Franka klebt, bindet und formt, ich kommentiere. Das Monster wird ein großer Vogel. Soll der Abschreckung vor anderen Monstern dienen. Ich hab Hunger, Franka muss aufs Klo, Fitsy ist daheim und muss ihre Küche fertig montieren. Bin gespannt wie lange wir hier noch sitzen. Lange geht das wohl nicht so weiter.
Lunt
2.10.
Schlafen bis um 11 und dann gemütlich frühstücken. Das gibt es auch nicht alle Tage. Allgemein ein Entspannungstag. Nachmittags noch begonnen den Kopf einer großen Ratte aus Draht zu bauen, vielleicht macht man dann morgen weiter. Heute geht das nicht, heute nur entspannen bitte.
Bis auf Friedrich. Dem wird, nachdem sich alle außer er mit Jause, Kaffee und dann Torte verwöhnt haben, fast alles Wasser entzogen, bevor er dann einfach in ein Gurkenglas gefüllt wird. Nicht irgendein Gurkenglas, in jenem Gurkenglas musste der arme Friedrich schon ganze drei Wochen überleben. Drei Wochen in einem runden Glas irgendwo im Auto auf der Reise kreuz und quer durch Schweden und dann nach Österreich. Eigentlich muss ich zugeben. Heute ist mein Respekt vor diesem dummen Fisch gewachsen. Er ist allerdings auch gewachsen, also bleibt wohl einzig und allein das Gurkenglas gleich groß. Du schaffst das Friedrich! Ich glaub an dich. Und wenn nicht, dann ess ich dich!
Lunt
1.10.
Franka ist fast krank, Felicitas beschäftigt, ich gelangweilt, aber davor war der Tag soweit gut. Morgens Frühstück bei Ioana, auch schon die einzige richtige Mahlzeit heute. Danach Filme entwickeln und dann den Künstler Herwig Kienzl getroffen. Eine großzügige Spende an Kunstbüchern und Möbelstücken an die Luntisten von ihm erhalten. Wir danken vielmals. Tolle interessante Bücher, muss man sagen. Und es war auch Zeit, dass wir uns hier auch einmal ein bisschen weiterbilden. Das bleibt ja oft auf der Strecke, wenn man die ganze Zeit herumhetzt. Morgen wird jetzt schlussendlich wirklich Friedrich abgeholt. Den Tumult den die Mädls um ihn machen verstehe ich nicht ganz. Nur ein Fisch, der noch dazu ständig mit seinem imaginären Freund redet, mit dem er scheinbar auch in einer festen beziehung ist. Soviel ich verstanden habe heißt der Freund Fridolin, aber Friedrich kann immernoch nur schwedisch, Unterhaltungen mit ihm sind also recht schwierig. Aber wir werden ja sehen. Ich hoffe die Mädls verlieren ihr Interesse an ihm bald und wir machen ein festliches Essen aus ihm. Er ist ja mittlerweile schon zu einer ansehnlichen Größe heran gewachsen. Mahlzeit sag ich da nur.
Lunt
30.9.
Es tut mir leid, dass mein Eintrag erst jetzt kommt, sicher hat man das auf meine Faulheit und Verplantheit zurück geführt. Dem ist aber nicht so, ich hatte einfach kein Internet. Verbindung nicht möglich. Egal, gestern war jedenfalls ein guter Tag. Nicht allzu produktiv aber gut. Vormittags auf der Uni. Ich habe mich mal bei den Professoren vorgestellt und gefragt ob ich auch mit kommen darf. So lang ich nicht beiß oder unruhig herumrenn bin ich herzlich willkommen. Sehr gut. Der Professor Lürzer is krank, kommt auch so bald nicht wieder. Muss sich noch von einer Operation auskurieren.
Danach jedenfalls durch Wien. Kurz in der Splittergalerie vorbeigeschaut, dann Breitegasse. Felicitas heim, Franka und ich weiter, aber um kurz nach fünf haben wir uns wieder getroffen. Sind zu einer Straßen Umbenennung gegangen, eine Kunstaktion von Judith Baum und Katharina Razumovsky mit Denkmalenthülling und Ansprache. Eine gute Idee sehr nett ausgeführt. Ich hätte ja eigentlich auch gerne eine Straße. Die Luntstraße, oder Luntgasse obwohl nein, ich hätte gerne die Luntalee, mit tausen Bäumen, Laternen und Hydranten, das Paradies für jeden Hund. Luntalee, ja das klingt schön. Von mir aus auber auch Luntika Alee, damit meine zwei Luntisten auch glücklich sind. Aber weiter. Danach vier Mädls und ich bei Whisky und Wein. Zu Ende wurde sogar brav gemalt, wenn auch nicht die größten Kunstwerke entstanden.
Lunt
29.9.
Nach einer schlaflosen Nacht, bin ich heute recht müd. Ich hatte Durchfall und Franka hat mich nicht aufs Klo gelassen. Stundenlang hab ichs zurückgehalten, geschrien und gewinselt, aber Franka hat mich immer nur geschimpft und wollte endlich schlafen. Normal ist das ja immer umgekehrt. Naja hab ich einfach irgendwann einen Fladen auf den Boden gemacht. Hat sie davon. Also sind wir beiden heute müde. Felicitas muss auch mit dem Auto kreuz und quer durch die Stadt und Sachen schleppen. Claus und sie haben nämlich heute ihre neue Küche abgeholt und Fliesen verlegt und so weiter. Aber irgendwann am Abend mussten wir drei uns dann doch zusammen setzten und lunten. Da kann einen auch die Müdigkeit davon nicht befrein. Außerdem mussten die Mädls auch noch ihren Stundenplan zusammen stellen. Hoffntlich geht sich da noch ordentlich malen und werken in der Luntika aus, bei so vielen Vorlesungen auf der Uni. Aber die Zeit werden sie sich schon nehmen müssen, dafür werde ich sorgen. Versprochen.
Lunt
28.9.
In Felicitas staubiger Umbauwohnung an neuen Ideen gefeilt. Alle sind wir hungrig und müssen aufs Klo. Da kann man weder denken und nichts geht weiter. Frustration. Aber die Vorfreude auf die Umsetzung der Spinnerein kommt dann sicher bald wieder. Es herrscht eben allgemeiner endlich mit den Händen und Farbe arbeiten Druck. Mehr schreib ich nicht, mich freuts nicht.
Lunt
27.9.
Frühstück gibts nicht. Morgenspaziergang auch nicht. Dafür Ubahn fahren. Wir müssen nach Brunn/Geb., ins frankaliche Elternhaus. Eigentlich wollten wir Friedrich holen. Mal schaun ob wir Friedrich holen. Es werden jedenfalls schon wieder neue luntige Sachen ausgedacht.
Lunt
26.9.
Nachmittag, 18.00. Franka und ich kommen gerade heim, endlich. Felicitas ist auf dem Weg nach Wieselburg. Gestern war es noch gut. Zuerst natürlich Stress. um 16.55 war noch nichts fertig. Noch 5 Minuten. pünktlich werden die Tore geöffnet. Alles haben wir nicht geschafft, aber fast. Der Blauwein ist ausgeschenkt und die Muffins bereit. Aber nicht viele kommen in rot. Ich muss mir nicht viel Mühe dabei geben meinen Mädls die Kleidung zu stehlen. Die Steaks fallen schon nach kurzem hinunter, der Rest bleibt oben. Aber Erdbeeren, Paprika und der komische Speck interessieren mich auch nicht wirklich. Ich bin für rohes Fleisch. Um kurz vor fünf sind also die ersten da und um fünf machen wir auf. Dann 50 Minuten. Die Musik passt. Die Farbe des Weins irritiert so manchen, getrunken wird er trotzdem. gerade um 17.49 kommen wieder einige Leute, wir begrüßen sie kurz. 15 Minuten Verlängerung. Dann schließen die Tore. Die Mädls reißen sich die Folien vom Leib. Heiß ist das, so ein Gewand. Die vorbereiteten Becher werden noch schnell getrunken und lustig gehts ans aufräumen. ich schlaf eine Runde, ja ich weiß ich bin ein fauler Hund, aber als ich wieder aufwache ist es ordentlicher und wir gesellen uns zu den Leuten vor der Luntika.
Wir sind in feier Laune, also feiern wir natürlich auch. Und jetzt sind wir eben grad am Heimweg. Franka sieht seit heute Morgen nichts mehr, keine Kontaktlinsen. In der Frph gings nämlich gleich direkt in die Luntika ein bisschen aufräumen. Wir haben noch den Ingo getroffen. Mittagessen im Käuzchen. Gutes kleines und vorallem preiswertes Lokal hinterm Volkstheater. Gekochtes Rindfleisch mit Spinat und der Herr Vater von der Franka hat einen Seibling gegessen, davor eine Rollgerstlsuppe und dass in einer kleinen Seitenstraße mit noch kleinerem Gastgarten. Sehr empfehlenswert. Dann die Ioana auf einen Kaffee getroffen und mit in die Luntika genommen. Franka malt, Ioana redet über Scheiße, Ioana malt einen Kackhaufen, macht einn Kackgedicht, Franka stimmt ein. Franka malt Hexen. Felicitas ist auf dem Weg nach Wieselburg. Dann langer Spaziergang durch den Prater mit Peter. Durch den dunklen Wald an Zäunen entlang laufen um zu einem Konzert zu kommen in das man dann nicht geht, sondern lieber wieder duch den dunklen Wald den Heimweg sucht. Sonst gibt es nichts erzählenswertes. Ich bin glücklich, Franka ist noch müde von gestern, jaja der Wein, und Felicitas ist auf dem Weg zu einem Klassentreffen. Ein schönes Wochenende noch.
Lunt
25.9.
Freitag. Ein F-tag also wieder einmal. Heute gibts 50 Minuten Feier um fünf. Ich werde großzügig aus den Vorbereitungen ausgeschlossen. Die Mädls haben wirklich Essen gekauf. Rotes. Damit wollen sie sich dann anziehen und mit roter Folie. Was es mit dem rot auf sich hat, hab ich noch nicht so ganz begriffen.
Vielleicht hatten sie Lust einfach Lust auf rot und wir Luntisten machen eben worauf wir Lust haben. Aber heutzutage braucht man ja für alles ein Konzept. Sonst kennt sich niemand aus, ich schon gar nicht, aber vielleicht fehlts mir da ja an Vorstellungskraft. Das ist wohl das Problem. Aber wir werden einfach konzeptlos mit Freude an der Sache in Wien unser Unwesen treiben und vielleicht so mal etwas neues Leben in die Stadt bringen. In Wien herrscht ja allgemein der Tunnelblick und wenn man nicht in grau getarnt durch das Zentrum läuft, sondern vielleicht Lust hat mal wie ein grüner Kackhaufen durch die Stadt zu laufen, dann wird man gleich mit abfälligen Kommentaren beschmissen. Aber es gibt schlimmeres. Ich freue mich schon auf die Kostüme meiner Gleichgesinnten. Vielleicht kann ich den Mädls ja ein bisschen Fleisch stehlen.
Man sieht sich in Rot.
Lunt
24.9.
Um acht aufstehen und zu Felicitas und Claus laufen. Gleich nochmal auf das blöde Dach, wir sollten uns die Selbstmordcrew nennen. Frühstück über Wien hat allerdings dann doch seine Reize. Nur dass ich armer Hund nichtmal einen Schluck Kaffee geschweige denn Essen bekommen habe. Nach dem hinreißenden Frühstück zu Franka, Farbe, Tisch, Radio,… holen und ab in die Luntika. Claus ist auch dabei, zum Glück, der einzige Mann hier zu sein ist nämlich ziemlich hart und ohne Claus Hilfe wäre sich das alles gar nicht ausgegangen.
Es wird ausgemalt. Wie wird man sonst diese Wildplakatierer los. Unsere “Visitkarten” kleistern wir einfach auch daneben auf die Wand und die kaputten Glasscheiben. Und natürlich “Plakatieren verboten”, dreimal klein und einmal groß mit grauer farbe auf die Wand gemalt. Wenn das nicht hilft verzweifeln wir einfach. Aufgeben tun wir aber sicher nicht. Wir werden sehen. Jakob und Anna holen uns zum Stammtisch ab. Mhh geniales Essen bei unserer Stammwirtin im 11. Das ist mal noch wirklich gute Küche, und auch wenn ich noch nie etwas abbekommen habe, die Gerichte dort richen einfach schon richtig wienerisch. Da haben alle in sich reingestopft, mir ist natürlich auch das Wasser im Maul zusammen geronnen. Ich höre jetzt lieber auf zu schreiben.
Lunt
23.9.
Nachdem ich gerade über eine schrecklich wackelnde Wendeltreppe auf ein Dach gehen musste, bin ich noch immer ein bisschen wackelig auf allen viern, ihr müsst also entschuldigen und verstehen, dass ich diesen Eintrag nicht mit meiner sonstigen Sicherheit schreibe. Also was hat dieser Tag gebracht und was steht mir noch bevor. Putzen, putzen, putzen war bis Nachmittags. Dann Park, unspecktakulär. Und jetzt geht’s an die Partyplanung. Eine 50 Minutenparty, der Wein ist schon gekauft, vielleicht brauchen wir noch mehr, die Mädls reden über Kleider die sie aus Fleisch machen wollen. Finde ich eine gute Idee, aber ich habe schon angekündigt, dass ich es ihnen Augenblicklich vom Leib reissen werde und aufessen. Jetzt sind sie unschlüssig. Aber wir werden ja sehen. Ich komme in meiner alltäglichen Tracht und werde mich auch nicht zu irgendwelchen Kostümierungen überreden lassen. Hoffe ich. Aber solange sie mich nicht wieder über lebensgefährliche Metallkontruktionen schicken bin ich ja eigentlich schon ganz erleichtert.
Lunt
22. 9.
Es geht wieder los, Dienstag ists und ich bin gerade wieder zurück in Wien. Da tummeln sich heute alle Menschen zu Fuß und mim Rad. Autofreiertag im 1.Bezirk. Sollten die Wiener öfter machen. In der Luntika ist es noch ruhig. Morgen geht’s wieder los. Da wird dann noch einmal durchgeputzt. Übers Wochenende sind leider auch die Wände wieder zugekleistert worden, das ärgert die Mädls. Aber jetzt belohnen sie sich grad mit einer Himmbeer Royal Torte von der Oberlaa für das Wochenende. Ich hab nichts bekommen. Weder Beachtung noch irgendeinen Leckerbissen. Da lenkt die Torte zuviel ab. Aber bei so einer Torte versteht man das ja fast. Trotzdem, als mich Franka in ihrem lächerlichen Clownkostüm heute vor der Luntika abgeholt hat, hätte ich mir wenigstens ein kleines Mitbringsel aus Amsterdam erwartet. Ja ein Kack-Sackerl hat sie mir mitgebracht. Dort sind die rot, aber sonst gibts nicht viele Unterschiede. Toll, da sehn ich mich ja fast wieder nach dem Arschloch meiner Mutter.
Lunt
19. 9.
Das Wochenende ist mal Pause. Keine Nachtworkshops und tagsüber auch kein herum gehetze. Ich glaube die kleine Pause haben wir uns auch schwer verdient, wobei Felicitas sich vermutlich nicht so gut erholen kann wie Franka und ich. Sie renoviert gerade daheim. Alles staubig und dreckig und dauernd Arbeiter da. Franka dagegen vergnügt sich in Amsterdam und ich mache Erholungswochenende bei der Familie. Also eher ruhig. Deshalb werde ich mir, glaube ich auch gleich meinen morgigen Eintrag sparen. Obwohl ich könnte vermulich seitenlang über das gute Essen hier, die ausgedehnten Spaziergänge in den Weinbergen und die Streiterei mit meinem lieben Herrn Bruder schreiben, aber ich glaube nicht dass ich mir die Zeit nehme, da genieß ich lieber. Meine Mutter hat zur Zeit übrigens ein vorzüglich richendes Arschloch. Hat nämlich Durchfall und da verstopfen sich die Duftdrüsen, oder so. Ein bisschen daran lecken durfte ich leider noch nicht. Kommt noch hoffentlich. Ich wünsche ein schönes Wochenende.
Lunt
18. 9.
Freitag. Freitag ist immer ein F Tag. Deshalb wurde heute früh auch das Schaufenster der Luntika eröffnet. Es kann schauen kommen wer mag, wir hoffen es gefällt, wenn nicht bitte Beschwerden an die Ratte.
Lunt
17.9.
Fensterrahmen und Türen streichen, aufkaschieren und zwischendurch vielleicht noch einen Flyer für den Stammtisch drucken (der ist nämlich wieder nächsten Donnerstag). Die Mädels haben sich wieder viel vorgenommen heute. Ich bin gelassen, sie gestresst, und wenn ich mal gemütlich durch den Arbeitsraum spaziere werde ich gleich erschrocken weggescheucht. Ein Spaziergang wär auch mal wieder nett, ist ja schon Abend und ich würde echt mal gerne die Lage draußen checken. Um die Zeit tummeln sich ja bekanntlich die schönsten Ladys auf den Straßen.
Lunt
16. 9.
Und ich habe wiedereinmal die Situation gerettet. Die Mädels sitzen seit Stunden vor ihren Computern und versuchen ihren Blog fertig zu Stellen. Ja so Programmiersachen sind nicht so spaßig. Sie werken eben lieber mit ihren Händen und Füßen. Da hilft es jedenfalls wenn ein Mann einschreitet, ein bisschen mit dem Schwanz wedelt und somit für gute Stimmung sorgt. Vielleicht könnte man dann ja auch einmal ein bisschen früher schlafen. Es ist schließlich schon zwei Uhr morgens.
Vor der Luntika hat sich die Straße schon beruhigt, keine Nebengeräusche von den Bims mehr und die Luft ist angenehm kühl.
Zurück zum Thema, die bessere Stimmung war gleich wieder dahin, weil ich Frankas Giraffenmaske zerissen und zerbissen habe. Das war ein Geschimpfe. Ich verzieh mich einfach in mein Eck und schlaf eine Runde am Holzparkett. Sollen sie halt werken. Gute Nacht.
Lunt
15. 9.
So ich fauler Hund beginn mal endlich wieder damit Tagebuch zu schreiben. Ist auch ein guter Start. Wir haben gerade die Luntika – unser Atelier in der Breite Gasse 15 hergerichtet. Die Mädls, Felicitas und Franka meine zwei Luntisten-kammeraden sind fleißig am werken, ich hauptsächlich am schlafen und faulenzen, aber keine Sorge ich gebe schon auch meinen Beitrag dazu. Also los gehts Tagebuch und ich glaube das reicht auch schon wieder für heute.
Lunt.
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